Das letzte Foto – muss ja ein Sonnenuntergang sein. Morgen geht der Flug. Wiener Winter – wir kommen.
Impressionen VI - wie der Melancholiker sagt
Das letzte Foto – muss ja ein Sonnenuntergang sein. Morgen geht der Flug. Wiener Winter – wir kommen.
Impressionen V - wie der Germane sagt
Impressionen IV - wie der Muezin sagt
Impressionen II - wie der Impressionist sagt

In den Waitakere Ranges westlich von Auckland stellen sie gern Bilderrahmen vor die Landschaft. Ist aber auch schön. Hier im Bild: ein einheimischer Cabbage Tree.

Berühmter Strand (Kerekere heißt er) – hier wurde die Ankunftsszene des „Piano“ gedreht. Berühmte Besucherin – von schräg unten immer schön.

Nur wenig nördlich davon, nur wenig weniger berühmt: der Strand von Piha mit dem Löwenfelsen. Das Fehlen der berühmten Persönlichkeit (noch dazu Löwin) macht sich nachteilig bemerkbar.
Beschleunigt
Die letzten Tage im Zeitraffer: Zurückgekehrt, besuchen wir eine der Farmen, auf der wir voriges Mal gearbeitet haben. Sie ist inzwischen abgebrannt und man haust auf kleinstem Raum – tapfer und traurig. Immerhin freut man sich, dass wir unsere Fotos von damals nochmal schicken.
Und dann steht unser Weg nach Auckland langsam an! Ab nach Norden also. Ein Exkurs an die Westküste führt uns ins Surferdorf Raglan – sehr urlaubig, es gibt Sangria und das Damenschaf nippt damenhaft an einem Malibu Orange (huch, 80ies-Alarm!) – dann inlands an den Lake Waikare und schließlich in die große Stadt.
Und dann steht unser Weg nach Auckland langsam an! Ab nach Norden also. Ein Exkurs an die Westküste führt uns ins Surferdorf Raglan – sehr urlaubig, es gibt Sangria und das Damenschaf nippt damenhaft an einem Malibu Orange (huch, 80ies-Alarm!) – dann inlands an den Lake Waikare und schließlich in die große Stadt.
Zwei im Boot
Ja, so sieht das aus: Ein Kanu, zwei Leute, drei Tonnen Zeug. Start diesmal an pastoralen Wiesenufern. Tag 1: Freundlich-friedlich und doch flott, dank guter durchgehender Strömung. Herr Schaf hält seine drohende Ohrenentzündung nieder. Kühe liegen am Strand, Schafe verbellen uns beim Lunch.
Tag 2: Das Schaf fängt einen Mortimer. Perfekt im Abendlicht vor dem Wasserfall des Ohau-Flusses. Er schmeckt mit engelsgekühltem Weißen. Zum Teilen ist keiner da – unseren Fischschmaus nehmen wir in splendid isolation – zu zweit am Campingplatz.
Tag 3: Wir machen uns zum Deppen. Haben gestern ein Kuh gesehen, gefangen auf einer winzigen Sandbank, von der sie unmöglich wieder weg kommt. Rudern extra ein Stück ein Flüsschen rein, um jemandem Bescheid zu geben, dass das arme Ding nicht verreckt. Zwei Tage später werden wir dafür ausgelacht. Erstens können Kühe schwimmen und zweitens gehen bei größeren Fluten schon mal zigtausend Stück Vieh verloren und werden dann zum Beispiel ins Meer getrieben und 7 km weit draußen abgeschossen.
Nun beginnt die Whanganui-Schlucht. Links und rechts geht’s rauf, bis zu 40 m hoch, bis zu senkrecht, meist trotzdem dichtestens von Urwald bewachsen. Aus schmalen, senkrechten oder schrägen Spalten kommen die Bächlein, oft als Wasserfälle. Felsen bilden Gesichter, Tiere, bizarre Formen. Lange Strecken glattesten Wassers zeigen Spieglungen, die das Hirn in die Welt da unten ziehen. Ganz oben schließen die Urwaldriesen die Sicht ein. Dass dieses Tal magic ist, war schon voriges Mal klar.
Tag 4: Die leichten Verspannungen im Nacken dehnen sich auf den Schultergürtel aus. Die Kilometer stecken der Schäfin schon in den Knochen (am Ende werden’s 145 sein). Aber sich zurücklegen über die Kühlbox, den hohen Wald vorbeiziehen sehen, Wasser und Vögeln zuhören und dösen – das geht. Denn der Schäferich kann noch.
Heut abend kehren wir in einer Maori-Wohnstätte ein, die auch als Campingplatz fungiert. (Hier ging der Knipse ihr Saft aus.) An Gesellschaft haben wir ein britisches Pensionistenpaar, das von einem ansässigen Maori mit Motor-Kanu durch’s Tal geschippert wird und zwei nette Kanadierinnen. So wird’s ein spaßiger Abend, nach dem sich die Schäfin in eine angebotene High-Tech-Hängematte (mit Moskitonetz) bettet, auf dass die Verspannung nachlasse.
Tag 5: Das tat sie, nur Schlaf gab’s keinen, denn an die zehn Riesenpossen jagten sich die Bäume rauf und runter, versuchten, das Spannseil zu betänzern und ähnliche Späße. Na, eine Erfahrung. Danach (und nach dem Genuss der einzig angemessenen Portionen Seemannsrum abends zuvor) sind aber beide Schafe froh, dass das Motorkanu sie andocken lässt. Drei Mal kräftig nass geworden später (die Stromschnellen hier sind diesmal ziemlich groß (das im Bild ist allerdings keine)) landen wir auf diese Weise glücklich – und rechtzeitig zur Abholung – in Pipiriki an. Was auch bald verheilen wird, ist eine angebrochene Ringzehe (shesheep) und ein angebrannter Oberschenkel (hesheep).

Tag 2: Das Schaf fängt einen Mortimer. Perfekt im Abendlicht vor dem Wasserfall des Ohau-Flusses. Er schmeckt mit engelsgekühltem Weißen. Zum Teilen ist keiner da – unseren Fischschmaus nehmen wir in splendid isolation – zu zweit am Campingplatz.
Tag 3: Wir machen uns zum Deppen. Haben gestern ein Kuh gesehen, gefangen auf einer winzigen Sandbank, von der sie unmöglich wieder weg kommt. Rudern extra ein Stück ein Flüsschen rein, um jemandem Bescheid zu geben, dass das arme Ding nicht verreckt. Zwei Tage später werden wir dafür ausgelacht. Erstens können Kühe schwimmen und zweitens gehen bei größeren Fluten schon mal zigtausend Stück Vieh verloren und werden dann zum Beispiel ins Meer getrieben und 7 km weit draußen abgeschossen.
Nun beginnt die Whanganui-Schlucht. Links und rechts geht’s rauf, bis zu 40 m hoch, bis zu senkrecht, meist trotzdem dichtestens von Urwald bewachsen. Aus schmalen, senkrechten oder schrägen Spalten kommen die Bächlein, oft als Wasserfälle. Felsen bilden Gesichter, Tiere, bizarre Formen. Lange Strecken glattesten Wassers zeigen Spieglungen, die das Hirn in die Welt da unten ziehen. Ganz oben schließen die Urwaldriesen die Sicht ein. Dass dieses Tal magic ist, war schon voriges Mal klar.
Tag 4: Die leichten Verspannungen im Nacken dehnen sich auf den Schultergürtel aus. Die Kilometer stecken der Schäfin schon in den Knochen (am Ende werden’s 145 sein). Aber sich zurücklegen über die Kühlbox, den hohen Wald vorbeiziehen sehen, Wasser und Vögeln zuhören und dösen – das geht. Denn der Schäferich kann noch. Heut abend kehren wir in einer Maori-Wohnstätte ein, die auch als Campingplatz fungiert. (Hier ging der Knipse ihr Saft aus.) An Gesellschaft haben wir ein britisches Pensionistenpaar, das von einem ansässigen Maori mit Motor-Kanu durch’s Tal geschippert wird und zwei nette Kanadierinnen. So wird’s ein spaßiger Abend, nach dem sich die Schäfin in eine angebotene High-Tech-Hängematte (mit Moskitonetz) bettet, auf dass die Verspannung nachlasse.
Tag 5: Das tat sie, nur Schlaf gab’s keinen, denn an die zehn Riesenpossen jagten sich die Bäume rauf und runter, versuchten, das Spannseil zu betänzern und ähnliche Späße. Na, eine Erfahrung. Danach (und nach dem Genuss der einzig angemessenen Portionen Seemannsrum abends zuvor) sind aber beide Schafe froh, dass das Motorkanu sie andocken lässt. Drei Mal kräftig nass geworden später (die Stromschnellen hier sind diesmal ziemlich groß (das im Bild ist allerdings keine)) landen wir auf diese Weise glücklich – und rechtzeitig zur Abholung – in Pipiriki an. Was auch bald verheilen wird, ist eine angebrochene Ringzehe (shesheep) und ein angebrannter Oberschenkel (hesheep).
Riverblog
Vorschau: Fluss
Mo, 1.2.: Und schon wieder Vorfreude: Soeben haben wir die Flussreise gebucht, sprich fünf Tage im Kanu den Whanganui runter. Gestern ein gemütlicher Rasttag im Hostel – geregnet hat’s und Herr Schaf hütet das Zimmer, um eine Verkühlung abzuwenden. Aber ab morgen ist viel Schönwetter angesagt!
Strecke diesmal: Taurumanui bis Pipiriki. Wir hör’n uns also wieder am Sonntag!
(shesheep)
Strecke diesmal: Taurumanui bis Pipiriki. Wir hör’n uns also wieder am Sonntag!
(shesheep)
Geduscht und gebongt
Die Dusche kauft man sich am Campingplatz (geht ja) und zur Feier des Tages kehren wir wieder im Chateau-Café ein, auf ein Tiramisu. In dieser Hochstimmung stemmt Frau Schaf nun auch das lang schon anstehende Thema Autoverkauf, sprich, sie erledigt das Telefonat mit unserem Verkäufer, von dem wir hoffen, dass er bei seinem Angebot bleibt, uns zu helfen – was ihr außerdem die äußerst reizvolle Gelegenheit gibt, innen durch’s Chateau zur Rezeption zu schlendern, vorbei am gepolsterten Salon mit Vulkan-Aussicht und Live-Pianist, wo sich die Gäste in Fauteuils räkeln und die Palmen aus goldenen Kübeln; vorbei am hochweiß eingedeckten Speisesaal, der Lobby und all den anderen Prächtigkeiten. Und ja: Ken macht’s! Wir sollen einfach vier Tage vor Abflug in Auckland sein und dann verkauft er das Auto für uns! Jippie! Damit sind wir aller Kopfschmerzen ledig und gewinnen über eine Woche ungetrübter Reisezeit. Hach, 10 Kilo leichter ist man gleich!
(shesheep)
Kommentar hesheep: Der Wissende genießt und schweigt! Darum werd’ ich auch nicht erzählen, wie Frau Schaf sich beim Lustwandeln durch das Chateau Richtung Telefonzelle verlaufen hat und sich dann nur noch durch Aussteigen (sozusagen durch Rebooten der Festplatte = raus aus dem Gebäude) retten konnte. Noch ein Glück, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht geregnet hat :-)
(shesheep)
Kommentar hesheep: Der Wissende genießt und schweigt! Darum werd’ ich auch nicht erzählen, wie Frau Schaf sich beim Lustwandeln durch das Chateau Richtung Telefonzelle verlaufen hat und sich dann nur noch durch Aussteigen (sozusagen durch Rebooten der Festplatte = raus aus dem Gebäude) retten konnte. Noch ein Glück, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht geregnet hat :-)
Schwefelgelb, eisenrot und weiß-nicht-weiß
Sa, 30.1. Wir war’n am Tongariro! Juhu! Mit 3 Stunden Whitecliffs von gestern in den Beinen geht’s los: Shuttlebus zum Ausgangspunkt um 7 Uhr, gähn. Ingesamt geht’s 800 Meter rauf und 1200 Meter runter auf die andere Seite zum Endpunkt. Knapp 20 km oder fünfeinhalb bis siebeneinhalb Stunden. Wie erwähnt ist dieser Track sehr, sehr beliebt. Sprich wir marschieren als Horde im Gänsemarsch. Die erste Etappe gestaltet sich eher mühsam – über bzw. zwischen große/n Lavabrocken hindurch, die im Schatten liegen, während die junge Sonne schon die Augen blendet und dann kann man noch sein Tempo nicht selber wählen, weil man vorn und hinten eingeklemmt ist.
Aber es wird besser. Nach einem steileren Anstieg stehen wir (mit 50 anderen) grandios am Fuß des größten und schönsten Vulkankegels der Gegend, dem Ngauruhoe. Raufkraxeln werden wir trotz all unserer beneidenswerten Fitness heute mal nicht. Wärn noch 2 Stunden dazu.
Sieht alles sehr mondlandschaftig, grisu-mäßig aus, und nach Mordor natürlich auch. Die wahren Highlights stecken auf dem mittleren Streckenteil, denn hier kommen Farben ins schwarzgraue Spiel: der Red Crater, die türkis-und-schwefelgelben Emerald Lakes, der majestätische Blue Lake, der auch tapu (den Maori heilig) ist. Außerdem stinkt’s grandios, nach faulen Eiern.
Jenseits öffnet sich dann der Blick zum Tauposee, dem größten des Landes und dann geht’s runter durch Grasland und zuletzt Regenwald. Puh!
Man kann sagen, erst der Abstieg war die wahre Challenge. Weiter runter gehen als zuvor rauf, fühlt sich seltsam unrichtig an. Und es zaht sich ziemlich. Zuletzt haben wir’s in gut 5 Stunden reiner Gehzeit geschafft und fahren um 3 Uhr ab, gerade als der heutige Nachmittagsregen einsetzt. Sehr zufrieden, sehr happy.
(shesheep)




Aber es wird besser. Nach einem steileren Anstieg stehen wir (mit 50 anderen) grandios am Fuß des größten und schönsten Vulkankegels der Gegend, dem Ngauruhoe. Raufkraxeln werden wir trotz all unserer beneidenswerten Fitness heute mal nicht. Wärn noch 2 Stunden dazu. Sieht alles sehr mondlandschaftig, grisu-mäßig aus, und nach Mordor natürlich auch. Die wahren Highlights stecken auf dem mittleren Streckenteil, denn hier kommen Farben ins schwarzgraue Spiel: der Red Crater, die türkis-und-schwefelgelben Emerald Lakes, der majestätische Blue Lake, der auch tapu (den Maori heilig) ist. Außerdem stinkt’s grandios, nach faulen Eiern.
Jenseits öffnet sich dann der Blick zum Tauposee, dem größten des Landes und dann geht’s runter durch Grasland und zuletzt Regenwald. Puh!
Man kann sagen, erst der Abstieg war die wahre Challenge. Weiter runter gehen als zuvor rauf, fühlt sich seltsam unrichtig an. Und es zaht sich ziemlich. Zuletzt haben wir’s in gut 5 Stunden reiner Gehzeit geschafft und fahren um 3 Uhr ab, gerade als der heutige Nachmittagsregen einsetzt. Sehr zufrieden, sehr happy.
(shesheep)




Hillarys Füße!
Die oberflächliche Betrachtung von Sir Edmund Hillarys Füße ergibt Folgendes: braun und glänzend. Seine Füße waren braun und glänzend! Von oben betrachtet. Er hatte glänzende braune Füße. Ein glänzendes Braun sozusagen. Zeitlebens habe ich Menschen bewundert, die glänzend braune Füße haben. Man soll Menschen nacheifern, die glänzend braune Füße haben. Was hab ich mich immer geschunden auf der Suche nach glänzenden Vorbildern, dabei ist es so einfach ... Und morgen geht’s los: Horray! Der Berg ruft! ... Und bald schon werde ich sie selber haben: glänzend braune Füße!
(hesheep)
(hesheep)
Ganz schön schön
Ja, die Welt ist schön. Alles zahlt sich aus am Ende. Heisassa. (Und gell: Auch das Männerschaf in der zweiteiligen Reisegruppe war ur-fertig auf der heißen Heuwiese und ur-unmotiviert.) Aber schon der schiere Anblick der Tasmansee regeneriert. Und der folgende Strandspaziergang retour ist nichts als ein Fest.
Und die Kleine-Bergstraßen-mit-tollen-Ausblicken-Fahrt war superspaßig (ob Herrenschafs Gatte angesichts geschotterter Außenkurvenbänken bzw. darüber hinaus ganz trocken geblieben ist, weiß ich nicht, aber gefahren bin ich 1a-sicher).
Na, dann auf zurück nach Whakapapa, Ausgangspunkt der Vulkanwanderung – wir freun uns! Whakapapa ist das Dorf, wo dieses riesige Chateau-Hotel steht, wo die Herr-der-Ringe-Crew natürlich abgestiegen ist. Wir haben uns sogar reingetraut, vor einigen Tagen schon, in das Seiteneingangstagescafé zumindest. Die ganze Woche schon ging jeden Nachmittag ein Mordshagelsturm ab – toller Anblick (von drinnen).
(shesheep)
Und die Kleine-Bergstraßen-mit-tollen-Ausblicken-Fahrt war superspaßig (ob Herrenschafs Gatte angesichts geschotterter Außenkurvenbänken bzw. darüber hinaus ganz trocken geblieben ist, weiß ich nicht, aber gefahren bin ich 1a-sicher).
Na, dann auf zurück nach Whakapapa, Ausgangspunkt der Vulkanwanderung – wir freun uns! Whakapapa ist das Dorf, wo dieses riesige Chateau-Hotel steht, wo die Herr-der-Ringe-Crew natürlich abgestiegen ist. Wir haben uns sogar reingetraut, vor einigen Tagen schon, in das Seiteneingangstagescafé zumindest. Die ganze Woche schon ging jeden Nachmittag ein Mordshagelsturm ab – toller Anblick (von drinnen).
(shesheep)
Beitrag, in dem Schopenhauer weiße Klippen küsst
Freitag, 29.1.: Irgendwie sind wir ein bisschen weg vom Zeug, wandermäßig. Geht irgendwie gar nicht, heute. Zu viel nur Autogesitze in letzter Zeit. Mühsam schleppen wir uns mittags los, (weil man vor der Ebbe um 14 Uhr nicht auf den Strandabschnitt des Weges kann). Außerdem wirft das nahe Ende der Reise seine Schatten voraus. Wieder mal. Wie gehen wir das Autoverkaufen an? Wird es wieder an den Nerven reiben? Oder tut es das nicht eh schon? Man schwankt zwischen Abschiedsschmerz, Torschlusspanik und überhaupt am liebsten gleich heute in den Flieger steigen wollen. Ganz komisch. Aber was soll man machen? Man schleppt sich weiter.
Über ansteigende Heuwiesen, heiß und fad. Aber dann. Kommt man doch runter ans Meer und es gefällt.
(shesheep)
Und sehr gefällt es sogar. Das Wetter ist perfekt, der schwarze Strand kann gar nicht schöner sein (er ist dennoch kühl), Low Tide setzt gerade ein, nur ein paar Leute sind unterwegs, kleine Hunde surfen auf Minisurfboards in der mäßigen Brandung!
Im Übrigen möchte ich sagen, dass das „Geseiere“ über die vergangenen Tage nicht von allen der unzähligen Mitreisenden so empfunden wurde. Denn wie schon der erkleckliche Trinker Schopenhauer sagte: „Das Wetter ist über jede Gefühlsregung erhaben“ (Wie er das allerdings gemeint hat, darüber streiten die Epigonen noch heute).
Whitecliffs sind zu empfehlen, das hat er sicher auch schon gesagt, denn immerhin geht’s da hundert Meter hoch (wenn man unten steht) bzw. hundert Meter runter (wenn man oben steht). Sollte jemand Genaueres wissen wollen, so können bei privaten Zusammenkünften Fotos gezeigt werden, die diesen Sachverhalt bestätigen ...
Die Wanderung am Beach ist zusätzlich und unerhoffterweise vergleichsweise einfach und so sind wir bald wieder am Ausgangspunkt. Zu diesem Zeitpunkt sind wir alle schon wieder guter Laune und sogar die nun folgende Fahrt Richtung Taumarunui (shesheep fährt) verläuft erfolgreich, wofür ich mich am Ende der Etappe mit einem ausführlichen Vaterunser und zwei Gegrüßetseistdumaria bedanke. Die Welt ist schön.
(hesheep)
Kommentar shesheep: Na, wenn du mich direkt vor der großen, läuternden Auflösung unterbrichst ... bzw. kochen schickst ...
Na, eh klar, super is' wordn wieder mal. Ist doch das Salz in der Reisesuppe, dass es mal runter, dann wieder rauf geht und dass man da durch muss und all das ...
Über ansteigende Heuwiesen, heiß und fad. Aber dann. Kommt man doch runter ans Meer und es gefällt.
(shesheep)
Und sehr gefällt es sogar. Das Wetter ist perfekt, der schwarze Strand kann gar nicht schöner sein (er ist dennoch kühl), Low Tide setzt gerade ein, nur ein paar Leute sind unterwegs, kleine Hunde surfen auf Minisurfboards in der mäßigen Brandung!Im Übrigen möchte ich sagen, dass das „Geseiere“ über die vergangenen Tage nicht von allen der unzähligen Mitreisenden so empfunden wurde. Denn wie schon der erkleckliche Trinker Schopenhauer sagte: „Das Wetter ist über jede Gefühlsregung erhaben“ (Wie er das allerdings gemeint hat, darüber streiten die Epigonen noch heute).
Whitecliffs sind zu empfehlen, das hat er sicher auch schon gesagt, denn immerhin geht’s da hundert Meter hoch (wenn man unten steht) bzw. hundert Meter runter (wenn man oben steht). Sollte jemand Genaueres wissen wollen, so können bei privaten Zusammenkünften Fotos gezeigt werden, die diesen Sachverhalt bestätigen ...
Die Wanderung am Beach ist zusätzlich und unerhoffterweise vergleichsweise einfach und so sind wir bald wieder am Ausgangspunkt. Zu diesem Zeitpunkt sind wir alle schon wieder guter Laune und sogar die nun folgende Fahrt Richtung Taumarunui (shesheep fährt) verläuft erfolgreich, wofür ich mich am Ende der Etappe mit einem ausführlichen Vaterunser und zwei Gegrüßetseistdumaria bedanke. Die Welt ist schön.
(hesheep)
Kommentar shesheep: Na, wenn du mich direkt vor der großen, läuternden Auflösung unterbrichst ... bzw. kochen schickst ...
Na, eh klar, super is' wordn wieder mal. Ist doch das Salz in der Reisesuppe, dass es mal runter, dann wieder rauf geht und dass man da durch muss und all das ...
Text ohne Titel

Besser wird’s aber am Donnerstag (28.1.), als wir eine zweitägige Großrundfahrt starten – zu Orten, die wir erstens mögen, die zweitens nicht ganz so tot sind wie Skiorte im Sommer und wo drittens das Wetter schön ist: Wanganui und New Plymouth. Also die Runde westwärts und ans Meer. Wanganui („Hier ist jeder ein Künstler.“) erfreut uns mit einem Heritage Walk, also Schlender durch die Stadt samt Heftchen, das über die historischen Bauwerke erzählt, einem orangen Café, tollem Wetter, Picknick im Park.
An der Küste entlang kommt Waverley mit pittoresken Bauruinen, mehr Maori-Bevölkerung und Vanilleeis, dann Patea mit feiner Flussmündung am Strand und nach einer geradlinigen Inlandsfahrt abends New Plymouth mit Festival im botanischen Garten der Stadt. Der Band-Gig (Rock-Blues-Irgendwas) ist nicht ganz unseres, aber als Dinnerkonzert tut er’s und überhaupt ist es ja das Ambiente, das zählt: Die Bäume bunt beleuchtet, alles sitzt im Gras, Kinder fallen in unsere Weingläser ... ein Idyll.Die Pläne sind soweit gesponnen: Morgen der ebenfalls langgehegte Wunsch „Whitecliffs Walkway“ nördlich von New Plymouth (weiße Klippen – der Name sagt es richtig), und tags darauf der Vulkan (genauer: Tongariro Crossing, der beliebteste Tagesmarsch des Landes, aber nicht un-anstrengend) – ein ambitioniertes Programm.
(shesheep)
Alarm und Totschlag
Es folgen zwei ereignislose Tage, unterminiert vom Warten auf besseres Wetter, um was vom Netten tun zu können: den Zentralvulkan der Nordinsel besteigen, auf dem Whanganui kanuten. Stationen im Zentralraum der Nordinsel sind Taihape, Turangi, Taupo (wo man für den unsäglichen „Sherlock Holmes“ sogar Kinokarten bezahlt – sagt schon viel über unseren Zustand ;-), Whakapapa, Ohakune. Zwischendurch aufgeheitert von orangig-pinkischen Sonnenuntergängen, doppelten Regenbögen vor schneebelegenen Vulkankegeln und ein, zwei guten Lachern.
So gönnt man sich etwa in Ohakune zwei gepflegte Fläschelchen Gin Tonic aus dem Liquor Store, wird eingeladen, um die Ecke auf der Veranda Platz zu nehmen (für vor dem Geschäft fehlt leider die Schanklizenz, aber da drüben geht’s schon ...), mit Blick auf die Ortsfeuerwehrzentrale jenseits der Haupstraße, spekuliert noch, ob hier ein Liquor Ban, also Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen, gilt. Und akkurat als Schafsbube den Öffnerzipf bedient, geht die Sirene los. Die eintrudelden Feuerwehrmänner streben allerdings dann doch anderen Zielen zu als unserer Verhaftung.Der andere kommt aus dem Radio. Auf der vorigen Reise hat uns seit der Durchfahrt durch Kaikoura, die Wal- und Delfin-Watching-Kapitale des Landes, quasi als „running gag“, die Vorstellung begeitet (aus welchen Gründen auch immer), einen der netten Quotendelphine mit dem Ruder des gemieteten Bootes zu erschlagen.
Nun stellt sich heraus, dass eine nicht näher benamste Frau mit so ziemlich dieser Anklage vor Gericht steht. Hat der Laune aufgeholfen, irgendwie.
(shesheep)
Kommentar hesheep: Also da sag mir keiner was gegen den glorreichen Sherlock aka Robert Downey Jun. Selten so einen schlagkräftigen, emotionalen Jahrhundertwendedetektiv gesehen. Selten so ausgebuffte Effekte aus der Martial-Arts-Ecke im klassischen Genre angewendet gesehen. Selten so gelacht auch. Aber in echt jetzt: War der Regisseur der mit der Madonna damals?
Kommentar shesheep zum Kommentar hesheep: Dir ist doch klar, dass mindestens die Hälfte jetzt glaubt, du meinst das wirklich so (?)
KzKzK der shesheep von hesheep: Meine Zielgruppe sind Leute, die mich kennen ...
Hohe Wände, tiefer Fall
Nächstes Ziel: die Rangitikei-Schlucht, einer der Drehorte für den Fluss Anduin im „Herrn der Ringe“. Haben wir auf der vorigen Reise irgendwie übersehen, weil’s nicht auf der Strecke lag. Aber allein die Fahrt ist schon irr: Erdbeben haben hier tiefe, tiefe, nämlich wirklich tiefe Spalten durchs Land gezogen. Man fährt durch die Gegend, denkt an nichts Schlechtes und plötzlich geht’s 30 Meter neben der Straße wieder zig Meter runter. Meistens sieht man gar nicht bis zum Boden.
Nachmittags ziehen die Wolken wieder dramatisch herum und während uns ein gemütliches Schläfchen derglengt, geht es voll ab, das Gewitter. Heavy, heavy rain. Wow. Also das hat was. Wenn schon Regen, dann wenigstens mit Erlebniswert.
Den steigert das Wetter auch in der Schlucht selbst – da fallen die Kiefer: Nicht nur geht es links und rechts von dieser Brücke in senkrechten, weißen Wänden 80 Meter runter, nein, vom gachen Regen stürzen sich noch dermehrert Spontan-Wasserfälle über die Kanten, schlammbraun. Wieder mal total elementar.
Natürlich können sie so schöne Brückenflüsse nicht von Bungy-Anlagen verschonen und so hüpft dem Schafsfräulein gleich noch mal das Herz in den Hals, nämlich als ein Pärchen am Seil rausgelassen wird – und dann plötzlich aus dem Haken fällt. Was wie ein Unfall aussieht, nennt sich „Swing“. (Man pendelt dann überm Fluss aus.) Und eine Schafsfrau kann sich pötzlich richtig gut vorstellen, dass man wirklich vor Schreck sterben kann ... nämlich bis zu einem halben Tag später noch! (Anm. d. Autorin: sie selber nämlich, nicht das Adrenalin-Pärchen)
(shesheep)
Nachmittags ziehen die Wolken wieder dramatisch herum und während uns ein gemütliches Schläfchen derglengt, geht es voll ab, das Gewitter. Heavy, heavy rain. Wow. Also das hat was. Wenn schon Regen, dann wenigstens mit Erlebniswert.
Den steigert das Wetter auch in der Schlucht selbst – da fallen die Kiefer: Nicht nur geht es links und rechts von dieser Brücke in senkrechten, weißen Wänden 80 Meter runter, nein, vom gachen Regen stürzen sich noch dermehrert Spontan-Wasserfälle über die Kanten, schlammbraun. Wieder mal total elementar.
Natürlich können sie so schöne Brückenflüsse nicht von Bungy-Anlagen verschonen und so hüpft dem Schafsfräulein gleich noch mal das Herz in den Hals, nämlich als ein Pärchen am Seil rausgelassen wird – und dann plötzlich aus dem Haken fällt. Was wie ein Unfall aussieht, nennt sich „Swing“. (Man pendelt dann überm Fluss aus.) Und eine Schafsfrau kann sich pötzlich richtig gut vorstellen, dass man wirklich vor Schreck sterben kann ... nämlich bis zu einem halben Tag später noch! (Anm. d. Autorin: sie selber nämlich, nicht das Adrenalin-Pärchen)(shesheep)
Abschied nehmen et al ...
Immer wieder ist es so eine Sache: Was Gern-Gehabtes loslassen. Da gibt’s zwar verschiedene Abstufungen in der Intensität, aber die Tatsache an sich bzw. der Vorgang an sich bleibt bestehen. Passiert bei der Fahrt nach Picton. Man lässt die Südinsel Revue passieren und erkennt, dass es diesmal doch einen unabgeschlossenen, noch dazu aus eigenem Verschulden unabgeschlossenen Task gibt: Aber ehrlich, wie blöd muss man sein, um auf einen Lachsfischzug nur zwei (2) lachstaugliche Köder mitzunehmen? Dieses Fragezeichen ist nur Staffage – es sollte eigentlich ein Rufzeichen sein! Und dann verliert man beide noch dazu am selben Stein. Unerreichbar im dahinbrausenden Gewässer nur knapp zwei Meter vom Ufer entfernt. Aber, was schreib ich da? Welcher Unfischer kann das schon nachempfinden? Was bleibt, ist jedenfalls Leere, die Nullität (nicht mit bekannter philosophischer Terminologie zu verwechseln), das unbestimmte Gefühl nah dran gewesen zu sein. Und nah dran war ich, denn mein Nebenmann, John aus der Nachbarschaft, hatte das Vergnügen. Das Vergnügen mit dem Fisch (ein 19-Pfünder, siehe Foto). Aber – was soll ich sagen – dann muss ich eben wieder kommen. Mein Riesenfisch wartet noch!
(hesheep)
Brausen und Sausen
Ein letztes Geschenk zum Abschiedsschmerz von der Südinsel (Herr Schaf) bzw. gegen die Regen-Tristezza (Frau Schaf) hat uns der Fährort Picton gemacht. Oder zwei sogar: Erstens eine öffentliche Münzdusche am Hafen und zweitens ein abendlich aufgeklartes Feuerwerk, zu dem man nun endlich den Silvesterwalzer auf den/die etwas abschüssige/n ParkplatzruselSchrägstrichWiese überm Hafen legt. Fein, das!
Ja, die Livemusiksause im Hafen währte lange und laut. Und das Aufstehen zur Fähre war ein frühes. Last Check-in um halb sechs. Verhangen und verregnet und wie immer nicht ganz well vom Seegang trudelt man in Wellington ein und fährt vom Schiff direkt ins Museum, denn hier ist es trocken, warm, garantiert erdbebensicher (so werben sie) – und es gibt Kultur (siehe Foto)!
Gegen Mittag zwingt das Licht die Augen wieder zu und eine Rast am nördlich von Wellington gelegenen Pukerua-Strand hilft enorm. Über ein sonniges Palmerston North mit 2 x Fish & Chips geht es flott weiter aufwärts.
(shesheep)
Ja, die Livemusiksause im Hafen währte lange und laut. Und das Aufstehen zur Fähre war ein frühes. Last Check-in um halb sechs. Verhangen und verregnet und wie immer nicht ganz well vom Seegang trudelt man in Wellington ein und fährt vom Schiff direkt ins Museum, denn hier ist es trocken, warm, garantiert erdbebensicher (so werben sie) – und es gibt Kultur (siehe Foto)!
Gegen Mittag zwingt das Licht die Augen wieder zu und eine Rast am nördlich von Wellington gelegenen Pukerua-Strand hilft enorm. Über ein sonniges Palmerston North mit 2 x Fish & Chips geht es flott weiter aufwärts. (shesheep)
Im Norden nix Neues
Di, 26.1.2010
Wir sind in Taupo angekommen.
Von den Herzinfarkten und Hängern zwischendurch wird in Bälde und mit Freude shesheep berichten ...
(hesheep)
Wir sind in Taupo angekommen.
Von den Herzinfarkten und Hängern zwischendurch wird in Bälde und mit Freude shesheep berichten ...
(hesheep)
Meter Meter
Update vom Samstag, 23.1., rückwärts: Haben groß Meter gemacht. Erst mal von Queenstown ruckzuck zum Schwerpunkt Nr. 3, landesinneres Hochland in der Südinselmitte. Einen schönen Abend am Lake Heron verbracht, fischend und fotografierend. Dann weiter ruckzuck an Christchurch vorbei, über das kleinere Rangiora nach Kaikoura – denn morgen, Sonntag früh queren wir schon wieder die Cook Strait und kehren also auf die Nordinsel zurück. Seit der Zweimonatsmarke riecht alles schon nach Abschied. Irre. Tröstlich wirkt wie immer unsere Lektüre, über die wir ja bisher noch gar kein Wort verloren haben: War es im ersten Monat der sehr delektable Heimito von Doderer mit seiner „Totalen Familie“ (Die Merowinger), das unser Hirn vom Schalten auf Energiesparmodus abgehalten hat, so ist es seither die regelmäßige Frühstücks- und manchmal auch Abendlesung von Egon Friedells „Kulturgeschichte der Neuzeit“.
(shesheep)
(shesheep)
Re-Start
Die Nacht ist ein Idyll (auf Öl). Das Bier hat auch nicht geschadet, alles etwas _cruisy_ zu sehen. Ohne Kazukis Breakdown hätten wir es außerdem nie ins Kiwi-Haus geschafft – so können wir vermelden, nicht nur zwei Kiwis aus totaler Nähe (hinter Glas halt) beobachtet zu haben, sondern auch eine Tuatara-Eidechse (lebendes Fossil, quasi letzter Dinosaurier), und dazu ein Live-Possum, das uns wirklich erst im letzten Moment aus dem Selbstauslöserbild gehüpft ist!

Nach Rücksprache mit Carl wird die Sache doch umfangreicher: Der Startermotor war nur das Ende des Eisbergs, wie man (sicher) so sagt. Auch die Elektrik macht ihm Kopfschmerzen und er fordert einen weiteren Ersatzteil an, (alternator nennt er ihn), sprich schickt seine toughe Blondinenfrau nochmal zum Verschrotter.
Aber – 24 Stunden nach dem desaströsen Startversuch sind wir wieder on the road. Der gute Carl hat wirklich nur wenig mehr als den Einkaufspreis der gebrauchten Teile verrechnet und uns überhaupt gratis noch eine bessere Batterie aus seinem Fundus eingebaut. Damit passt jetzt aber wirklich alles, Anstarten tut Kazuki so eifrig wie ein Erstklassler beim Multiplizieren (tun die das?) und gekostet hat’s zwar nicht nichts, aber doch weniger als der verworfene Besuch im Doubtful Sound für zwei. Uffi, uffi.

Nach Rücksprache mit Carl wird die Sache doch umfangreicher: Der Startermotor war nur das Ende des Eisbergs, wie man (sicher) so sagt. Auch die Elektrik macht ihm Kopfschmerzen und er fordert einen weiteren Ersatzteil an, (alternator nennt er ihn), sprich schickt seine toughe Blondinenfrau nochmal zum Verschrotter.
Aber – 24 Stunden nach dem desaströsen Startversuch sind wir wieder on the road. Der gute Carl hat wirklich nur wenig mehr als den Einkaufspreis der gebrauchten Teile verrechnet und uns überhaupt gratis noch eine bessere Batterie aus seinem Fundus eingebaut. Damit passt jetzt aber wirklich alles, Anstarten tut Kazuki so eifrig wie ein Erstklassler beim Multiplizieren (tun die das?) und gekostet hat’s zwar nicht nichts, aber doch weniger als der verworfene Besuch im Doubtful Sound für zwei. Uffi, uffi.
„Carl will take care of you“
Doch dann biegt Carl um die Ecke. Carl ist cruisy. Später schlussfolgern wir, dass Carl, der „Mobile Mechanic“, vielleicht jeden Abend in Blaumann und bloßen Socken die Runde zu den anderen Werkstätten dreht und Übriggebliebene aufliest. Für uns ist Carl der Engel. Schleppt uns mal gleich rüber vor seine Quetsche, lässt das Licht brennen, den Fernseher an, zeigt uns das Klo und den Kühlschrank, sagt, dass das alles gar keine Sache sei, morgen früh gleich und teuer auch nicht und überhaupt sei es bei ihm ziemlich cruisy und man brauche sich keine Sorgen zu machen, das macht er uns alles in einem.
Alsbald zeigt er uns ein abgebrochenes Metall-Halbrund von sicher 10 cm Durchmesser: Das ist abgebrochen heute. Der Starter Motor (oder ein Teil davon).
(shesheep)
Alsbald zeigt er uns ein abgebrochenes Metall-Halbrund von sicher 10 cm Durchmesser: Das ist abgebrochen heute. Der Starter Motor (oder ein Teil davon).
(shesheep)
Rohrkrepierer 2
Doch das richtige Lowlight des Tages (oder vielmehr der bisherigen Reise) steht uns noch bevor: Nicht, dass der Pickerl-Check mehr ergeben hätte, als dass wir die Rücksitzgurte (mangels Rücksitz) entfernen müssen und unser Auspuff etwas stinkt. Nein, wir kommen von der Werkstatt gar nicht mehr weg. Der Kazuki macht beim Kabelstart krächzende, hochheulende, jammervolle Geräusche und am Ende gar keine mehr. Der Chef ist nicht amused, dass wir hier also quasi seinen Parkplatz belagern, bis er uns drannimmt (Donnerstag!?!?). Wir ebenso wenig. Das Ambiente ist genau so, wie man es sich von Automechaniker-Gewerbegebieten vorstellt.
Wir sitzen da, warten, dass man irgendwas unternimmt. Dass man uns zusagt, morgen früh ausnahmsweise dranzukommen. Was es kostet, ist uns überhaupt noch egal. Stattdessen machen sie einfach mal die Bude zu. Ja, schauen wir morgen mal weiter, brummel grummel.
(shesheep)
Wir sitzen da, warten, dass man irgendwas unternimmt. Dass man uns zusagt, morgen früh ausnahmsweise dranzukommen. Was es kostet, ist uns überhaupt noch egal. Stattdessen machen sie einfach mal die Bude zu. Ja, schauen wir morgen mal weiter, brummel grummel.
(shesheep)
Rohrkrepierer 1
Als auch heute (Montag) morgen der Kazuki nicht von selber anspringt, ja selbst untertags nicht mehr anstandslos, reicht es uns und wir sprechen (erneut) bei der Queenstowner Werkstatt vor, die uns schon vor Tagen aufgrund der Arbeitsfülle keinen Termin geben konnte. Sie nehmen uns am Nachmittag dran, aber Zeit haben sie nur fürs (ohnehin fällige) Pickerl und einen Batterie-Check.
Zwischenzeitlich will Herr Schaf seine alte Schande tilgen und die Shotover Road runterfahren. Gesagt, getan.
Nu ja. Sie ist wirklich schmal. Sie hat ihre Steinbrocken-und-dahinter-Mulden und geht auch ziemlich bergab und von oben kommt offenbar immer wieder Geröll und die Randbefestigungen zum Steilhang sehen wirklich so erneuerungsbedürftig aus, wie das Mini-Straßenbau-Team vor Ort es soeben unternimmt. Nach einigen hundert Metern – sie gesteht es – ist Frau Schaf nur allzu bereit, umzukehren. (Denn zumindest das Warnschild „No turning for 6 km“ hat übertrieben. Stattdessen geht man zu Fuß das Tal runter, begegnet dem verrosteten Kadaver eines abgestürzten Autos ebenso wie den teilskelettierten Überresten einer abgestürzten oder sonstwie an gebrochenem Herzen verreckten Kuh (die roch durchdringender) und kehrt bei recht mühsamer Mittagsstechsonne auch hier auf halbem Weg wieder um. Ja, Shotover-Tal, bleibst du halt auf ewig unser Rohrkrepierer!
(shesheep)
Zwischenzeitlich will Herr Schaf seine alte Schande tilgen und die Shotover Road runterfahren. Gesagt, getan.
Nu ja. Sie ist wirklich schmal. Sie hat ihre Steinbrocken-und-dahinter-Mulden und geht auch ziemlich bergab und von oben kommt offenbar immer wieder Geröll und die Randbefestigungen zum Steilhang sehen wirklich so erneuerungsbedürftig aus, wie das Mini-Straßenbau-Team vor Ort es soeben unternimmt. Nach einigen hundert Metern – sie gesteht es – ist Frau Schaf nur allzu bereit, umzukehren. (Denn zumindest das Warnschild „No turning for 6 km“ hat übertrieben. Stattdessen geht man zu Fuß das Tal runter, begegnet dem verrosteten Kadaver eines abgestürzten Autos ebenso wie den teilskelettierten Überresten einer abgestürzten oder sonstwie an gebrochenem Herzen verreckten Kuh (die roch durchdringender) und kehrt bei recht mühsamer Mittagsstechsonne auch hier auf halbem Weg wieder um. Ja, Shotover-Tal, bleibst du halt auf ewig unser Rohrkrepierer!
(shesheep)
Row your boat!
Zum fünften Mal, die Licht-brenn-lass-Malheure nicht mitgerechnet, kommen wir nächstmorgens ohne fremde Batterie nicht ins Laufen. Diesmal wieder Kiwis – zwei Familien in zwei Autos – die uns richtig mögen! Und wir sie. Aber da hat’s was, das ist nicht nur die Batterie ... wir spielen alle möglichen Möglichkeiten durch, ergehen uns in Spekulationen, kombinieren alle bekannten Fakten ... doch es ist Sonntag, der besagte supersonnige-endlich-mal-mehr-als-ein-Tag-Sommer-Sonntag der 17., an dem wir noch eine ausgiebe Ruderboot-Partie am Lake Manapouri unternehmen, wo Herr Schaf seine Angel, Frau Schaf ihr ganzkörperliches Selbst ins Wasser tunkt. Beide happy (zumindest, sobald man den Versuch aufgegeben hat, gemeinsam und also synchron zu rudern). Abends geht’s zurück Richtung Queenstown.
(shesheep)
(shesheep)
Keine Gertrude - Eine Marianne!
Donnerstag, 14.1.: Es treibt uns an den südlichsten Punkt unserer Fahrt, nach Te Anau, also Richtung Milford Sound, der Hauptattraktion Neuseelands überhaupt. 7 bis 10 Meter Regen pro Jahr, doch die Sonne strahlt aus allen Knopf- und sonstigen Löchern. Hier wollen wir uns der ultimativen Challenge stellen: Nicht einer Wanderung, sondern einer „Route“, die hochalpin und unmarkiert ist und überhaupt schwerste Anforderungen an Orientierung und Fitness und Socken-Saugkraft stellt. Doch – Dämpfer: Der Gertrude Saddle mit angeblich herrlichem Blick auf den Milford Sound ist nicht offen zum Begehen. Es liegt noch viel Schnee oberhalb, weil es diesen Frühling so kalt war (nee, echt?) und daher Lawinengefahr. Oi.
Aber wie es so ist, man ist ja flexibel und tröstet sich mit einem weiteren der 100 Great Day Walks, und zwar zur Shallow Bay am Lake Manapouri, startend erst um halb sechs abends mit drei Stunden Gehzeit. So haben wir die Bucht für uns allein, einen extra-friedlich-stimmungsvollen Sonnenuntergang und beschwingt bis abenteuerlichen Gerade-noch-sichtbarer-Waldweg-Walk zurück zum Auto (anlangend: dreiviertel 11 – ob das am mitgenommenen Abendjausen-Weinderl liegen kann?). Im Übrigen haben wir uns durch das Tragen von Mützen gegen die nahe am Weg nistenden Falken geschützt. Fragt uns nicht, was das nützen soll, aber so steht’s auf Tafeln geschrieben.
(shesheep)
Wiederum ist am Folgemorgen ein Kabelstart angesagt – langsam wird’s fad. Wir kriegen ihn von einer deutschen Familie. Wiederum ist es bedeckt und wir machen einen wiederum gemütlichen Tag in Te Anau mit jenem Film (im Kino), der einen Hubschrauber-Rundflug über den Fiordland-Nationalpark ersetzen soll – immer wieder schön. (Vorsicht: Wer nachfragt, muss ihn sich auf DVD ansehen: 28 Minuten – wenn nicht gar 32.)
Aber als es folgendentags noch immer bedeckt ist, obwohl Sonne angesagt, da beschließen wir, jetzt einfach mal loszufahren, die 120 km nach Milford. Und sieh’ an: Nach langer Waldfahrt am ersten Aussichtspunkt lacht die Sonne und hört gar nicht mehr auf – mit einem Wort: hurra! Ob wir wohl so ganz spontan und ohne Buchung auf einem Ausflugsschiff Platz finden? Wir finden. 11.05 Uhr Betreten der Check-in-Halle, 11.10 Uhr Start des Lieblingsboots. Perfekt! Heut treibt sich kein Wölkchen herum, der Mitre Peak gestochen scharf und draußen auf offener Tasman-See sogar eine Schar Dusky-Delphine gesichtet. Heieiei. So fein!
Retour dann wieder Dämpfer: Von der Durchfahrt durch den Homer Tunnel her hat jemand von uns beiden vergessen, das Licht abzudrehen. Batterie schon wieder so was von leer. Ein paar Franzosen geben halb-widerwillig Starthilfe. (Touris sind ja da GANZ anders als die Neusis.) Na, zumindest haben sich die Starterkabel schon abgezahlt.
Doch das Highlight des Tages (oder vielmehr der bisherigen Reise) steht uns noch bevor: Nach der notwendigen Nachmittagsrast kriegen wir uns grad noch auf die Füße (Start: wiederum halb 6), um zum Lake Marian aufzusteigen. Ebenfalls drei Stunden gesamte Gehzeit, aber ganz anderes Terrain: Hier wird’s zum Kraxeln – an freistehenden Wurzeln hoch, trockene Flussbetten aus losem Geröll empor, über dicke Baumstämme und so was alles. Wir geben Gas, bis der Schädel dröhnt vom raschen Aufstieg – umgekehrte Taucherkrankheit quasi – und sind in 1.05 h am Ende des Weges, der in seiner ganzen Schmale direkte ins Seewasser führt. Und was für ein See.
Von drei Seiten durch fast senkrechte Felswände eingetrogt, dazwischen gucken die weißen Gipfel rein, die letzte Sonne steigt grad übers Wasser in die Höhe, gegenüber im Schatten liegen noch die Schneefelder. Uff, wow, hechel’, schwitz’ – rein!
Natürlich sind wir um diese Zeit allein, daher spricht nichts dagegen, alle Hüllen von sich zu reißen und sich sozusagen total im Gletschersee zu tümmeln. Juchhe! Und brr! Was immer noch kommen soll, unter die Top 3 dieser Reise kommt die Marianne auf jeden Fall!
(Und der letzte Finne des Tages kommt auch erst, als wir wieder was anhaben. Ist mächtig stolz, es in einer Stunde geschafft zu haben ;-)
(shesheep)
Aber wie es so ist, man ist ja flexibel und tröstet sich mit einem weiteren der 100 Great Day Walks, und zwar zur Shallow Bay am Lake Manapouri, startend erst um halb sechs abends mit drei Stunden Gehzeit. So haben wir die Bucht für uns allein, einen extra-friedlich-stimmungsvollen Sonnenuntergang und beschwingt bis abenteuerlichen Gerade-noch-sichtbarer-Waldweg-Walk zurück zum Auto (anlangend: dreiviertel 11 – ob das am mitgenommenen Abendjausen-Weinderl liegen kann?). Im Übrigen haben wir uns durch das Tragen von Mützen gegen die nahe am Weg nistenden Falken geschützt. Fragt uns nicht, was das nützen soll, aber so steht’s auf Tafeln geschrieben.(shesheep)
Wiederum ist am Folgemorgen ein Kabelstart angesagt – langsam wird’s fad. Wir kriegen ihn von einer deutschen Familie. Wiederum ist es bedeckt und wir machen einen wiederum gemütlichen Tag in Te Anau mit jenem Film (im Kino), der einen Hubschrauber-Rundflug über den Fiordland-Nationalpark ersetzen soll – immer wieder schön. (Vorsicht: Wer nachfragt, muss ihn sich auf DVD ansehen: 28 Minuten – wenn nicht gar 32.)
Aber als es folgendentags noch immer bedeckt ist, obwohl Sonne angesagt, da beschließen wir, jetzt einfach mal loszufahren, die 120 km nach Milford. Und sieh’ an: Nach langer Waldfahrt am ersten Aussichtspunkt lacht die Sonne und hört gar nicht mehr auf – mit einem Wort: hurra! Ob wir wohl so ganz spontan und ohne Buchung auf einem Ausflugsschiff Platz finden? Wir finden. 11.05 Uhr Betreten der Check-in-Halle, 11.10 Uhr Start des Lieblingsboots. Perfekt! Heut treibt sich kein Wölkchen herum, der Mitre Peak gestochen scharf und draußen auf offener Tasman-See sogar eine Schar Dusky-Delphine gesichtet. Heieiei. So fein!
Retour dann wieder Dämpfer: Von der Durchfahrt durch den Homer Tunnel her hat jemand von uns beiden vergessen, das Licht abzudrehen. Batterie schon wieder so was von leer. Ein paar Franzosen geben halb-widerwillig Starthilfe. (Touris sind ja da GANZ anders als die Neusis.) Na, zumindest haben sich die Starterkabel schon abgezahlt.
Doch das Highlight des Tages (oder vielmehr der bisherigen Reise) steht uns noch bevor: Nach der notwendigen Nachmittagsrast kriegen wir uns grad noch auf die Füße (Start: wiederum halb 6), um zum Lake Marian aufzusteigen. Ebenfalls drei Stunden gesamte Gehzeit, aber ganz anderes Terrain: Hier wird’s zum Kraxeln – an freistehenden Wurzeln hoch, trockene Flussbetten aus losem Geröll empor, über dicke Baumstämme und so was alles. Wir geben Gas, bis der Schädel dröhnt vom raschen Aufstieg – umgekehrte Taucherkrankheit quasi – und sind in 1.05 h am Ende des Weges, der in seiner ganzen Schmale direkte ins Seewasser führt. Und was für ein See.
Von drei Seiten durch fast senkrechte Felswände eingetrogt, dazwischen gucken die weißen Gipfel rein, die letzte Sonne steigt grad übers Wasser in die Höhe, gegenüber im Schatten liegen noch die Schneefelder. Uff, wow, hechel’, schwitz’ – rein! Natürlich sind wir um diese Zeit allein, daher spricht nichts dagegen, alle Hüllen von sich zu reißen und sich sozusagen total im Gletschersee zu tümmeln. Juchhe! Und brr! Was immer noch kommen soll, unter die Top 3 dieser Reise kommt die Marianne auf jeden Fall!
(Und der letzte Finne des Tages kommt auch erst, als wir wieder was anhaben. Ist mächtig stolz, es in einer Stunde geschafft zu haben ;-)
(shesheep)
Endlich Urlaub!!!
Ja, man sollt’s nicht meinen: Zwei Monate sind durch – die Zeit rast – und jetzt erst (und ich spreche vom 17. Jänner!) ist WIRKLICH das Wetter, wo Beifahrer-Schäfinnen ihre nackten Zehen in die Windschutzscheibe drücken und mit dem Fahrerschaf duettierend zum Sound des hauseigenen iPod-Autoradios lauten Halses blöken, heulen, kreischen und – ja: auch quaken.
Und das kam so: Am Tag nach dem Routeburn-Erfolg (dem übrigens ein immenses Dinner aus Steak, Eis und – ja: Apfelstrudel – folgte) kommt ein richtig gemütlicher Touristentag in Queenstown: Wir gondeln den Aussichtsberg Ben Lomond hoch (in einer Gondelbahn nämlich), stärken uns anschließend mit frisch gepressten Belgier-Waffeln unter Eis und schieben abends noch eine Dampfschifffahrt auf der honorablen TSS Earnslaw (Baujahr 1911) übern See nach. Herrliches Rasttagerl bei bedecktem Himmel und – endlich: Windstille.
Auch die Schlafe ist gerettet, stellt sich doch heraus, dass von den am öffentlichen Klo abgefüllten Waschwasserflaschen (im Rucksack auf dem Bett liegend) nur knapp zwei Liter ausgelaufen sind und die Matratze zulasten umliegender Jeans, Handtücher etc. nur wenig benässt ...
(shesheep)
Und das kam so: Am Tag nach dem Routeburn-Erfolg (dem übrigens ein immenses Dinner aus Steak, Eis und – ja: Apfelstrudel – folgte) kommt ein richtig gemütlicher Touristentag in Queenstown: Wir gondeln den Aussichtsberg Ben Lomond hoch (in einer Gondelbahn nämlich), stärken uns anschließend mit frisch gepressten Belgier-Waffeln unter Eis und schieben abends noch eine Dampfschifffahrt auf der honorablen TSS Earnslaw (Baujahr 1911) übern See nach. Herrliches Rasttagerl bei bedecktem Himmel und – endlich: Windstille.

Auch die Schlafe ist gerettet, stellt sich doch heraus, dass von den am öffentlichen Klo abgefüllten Waschwasserflaschen (im Rucksack auf dem Bett liegend) nur knapp zwei Liter ausgelaufen sind und die Matratze zulasten umliegender Jeans, Handtücher etc. nur wenig benässt ...
(shesheep)
Routeburn Track
Zwei Lastwagen biegen zur Lake Road ein, in die wir uns abends zuvor geflüchtet haben, und überraschen uns beim Frühstück. Die beiden Fahrer schlagen aber den angebotenen Kaffee aus – „There’s still a lot of work to do!“ Sie baggern mit dem bereitgestellten Raupengerät Schotter aus dem Bachbett. Wir indes schlabbern unser Muesli und machen uns auf den Weg.
Der Routeburn Track ist einer der Great Walks in Neuseeland. Entlang der Gorge (= Schlucht) des Route Burn Rivers wandern wir mit Päuschen bis zur zweiten Hütte. Unser Plan geht auf, die Kalkulation stimmt: Bis zum letzten Krümel essen wir das Mitgebrachte auf. Es ist wie mit dem Fresschen der Katze von Helge Schneider: Ich stelle ihr was hiiiin! Sie isst es aufff! Ebenso sicher ist es, dass man auf einem solchen Track alle Leute immer wieder trifft: Der Vater mit den zwei Jungs, die bei jedem Treffen wieder gelangweilt am Wegrand sitzen, das spanische Pärchen mit dem zwar gekauften, aber gerade deswegen sehr beredten Fremdenführer, die beiden älteren Damen, die gezwungenermaßen miteinander dahin eilen, weil ihr junger Betreuer schon vor Stunden zur Hütte vorgelaufen ist, um die Toilette zu putzen :-) Es ist ein Track für beinahe jeden. Und beinahe jeder ist hier auch unterwegs.
Das ändert aber nichts daran, dass es hier gigantisch schön ist ... und das Wetter spielt auch mit. So machen wir wiederum unzählige Fotos der hervorquellenden Berge – schneegratige, weißwasserspuckende, glänzende Riesen, die gestern so sicher noch nicht hier waren.
Der Routeburn Track ist einer der Great Walks in Neuseeland. Entlang der Gorge (= Schlucht) des Route Burn Rivers wandern wir mit Päuschen bis zur zweiten Hütte. Unser Plan geht auf, die Kalkulation stimmt: Bis zum letzten Krümel essen wir das Mitgebrachte auf. Es ist wie mit dem Fresschen der Katze von Helge Schneider: Ich stelle ihr was hiiiin! Sie isst es aufff! Ebenso sicher ist es, dass man auf einem solchen Track alle Leute immer wieder trifft: Der Vater mit den zwei Jungs, die bei jedem Treffen wieder gelangweilt am Wegrand sitzen, das spanische Pärchen mit dem zwar gekauften, aber gerade deswegen sehr beredten Fremdenführer, die beiden älteren Damen, die gezwungenermaßen miteinander dahin eilen, weil ihr junger Betreuer schon vor Stunden zur Hütte vorgelaufen ist, um die Toilette zu putzen :-) Es ist ein Track für beinahe jeden. Und beinahe jeder ist hier auch unterwegs.Das ändert aber nichts daran, dass es hier gigantisch schön ist ... und das Wetter spielt auch mit. So machen wir wiederum unzählige Fotos der hervorquellenden Berge – schneegratige, weißwasserspuckende, glänzende Riesen, die gestern so sicher noch nicht hier waren.
Anpirsch an den Routeburn, nach nicht vollendeter Anpirsch an den Shotover
Queenstown. Heute wolln wir mal was erleben! Drum tanken wir voll und steuern den Shotover River an. Strong Westerlies drängen uns jedoch bald nach Osten ab und so erreichen wir (nach nebliger Fahrt) nur die Gestade des örtlichen Skigebietes. (Anm. shesheep: Ja, so war das nämlich: Ins sicher wahnsinnig schöne, halt etwas abgelegene Shotover-Tal hätt’ eine ein bissi schmale Straße nur geführt und die hat er sich nicht traut, weil da hätt’ er vielleicht zruckschiebn müssn und das hat er sich nicht traut!) (Anm. zur Anm.: Ja, so war das nämlich, dass es den vollen Nebel drinnen gehabt hat und auf dem Schild is gstandn, dass man vielleicht auch ein paar Kilometer im Retourgang zrück muss, wenns grad mal sein muss. Ja, so war das wirklich und echt!)

Was soll’s, wir geben nicht auf und steuern nun unser Sekundärziel an: Glenorchy! Ja, da war’n wir auch schon einmal. Aber diesmal geht’s zum Start des Routeburn Tracks, der sich von dort 33 Kilometer nach Westen zieht. Die Szenerie schon auf der Fahrt am Lake Wakatipu ist genial. Kaum sind wir um die Kurve, reißt der Himmel auf und die schneebedeckten Berge klappen heraus. Shesheep kennt sich schon nicht mehr vor lauter Knipse hin, Knipse her ... Ach wie rasch entflammt ist doch der Jugend jugendliches Entflammvermögen ... Nach einer kleinen Stärkung im Café in Glenorchy geht’s weiter. Con mucho gusto nehmen wir Eduardo aus Albacete mit, einen Biologielehrer im Austausch :-) Während er noch bis Sonnenuntergang die erste Station des Tracks erreicht haben muss, bleiben wir im Tal und suchen ein warmes Plätzchen zum Schlafen – denn plötzlich bricht die ganze Ungemütlichkeit des nahen Schneefeldes in die Niederung ein.
(hesheep)

Was soll’s, wir geben nicht auf und steuern nun unser Sekundärziel an: Glenorchy! Ja, da war’n wir auch schon einmal. Aber diesmal geht’s zum Start des Routeburn Tracks, der sich von dort 33 Kilometer nach Westen zieht. Die Szenerie schon auf der Fahrt am Lake Wakatipu ist genial. Kaum sind wir um die Kurve, reißt der Himmel auf und die schneebedeckten Berge klappen heraus. Shesheep kennt sich schon nicht mehr vor lauter Knipse hin, Knipse her ... Ach wie rasch entflammt ist doch der Jugend jugendliches Entflammvermögen ... Nach einer kleinen Stärkung im Café in Glenorchy geht’s weiter. Con mucho gusto nehmen wir Eduardo aus Albacete mit, einen Biologielehrer im Austausch :-) Während er noch bis Sonnenuntergang die erste Station des Tracks erreicht haben muss, bleiben wir im Tal und suchen ein warmes Plätzchen zum Schlafen – denn plötzlich bricht die ganze Ungemütlichkeit des nahen Schneefeldes in die Niederung ein.
(hesheep)
Wir traun uns ...

Nächstentags wird die Runde weiter zur Küste gekurvt, ins schottisch geprägte Dunedin, wo wir uns im einzigen Schloss Neuseelands einen gepflegten Nachmittagskaffee (samt Dudelsackspieler wegen lokaler Hochzeit) gönnen.


Eine hübsche Fahrt an der Küste wirkt weiterhin derart erholsam, dass wir uns eine Nacht in den Dünen wieder zutrauen – nicht ohne am folgenden Morgen einen Wagen um Starthilfe heranwinken zu müssen. Langsam kommt uns der Verdacht, dass es an der Nässe liegt. Wir sollten nicht mehr auf Gras parken, schon gar nicht, wenn Regen angesagt ist.
Die Route retour nach Alexandra bringt nicht viel Nennenswertes, außer – kurz vor der Stadt – irre braune Stein-Berg-Landschaften.
(shesheep)
Von Geistern und Goldwäschen

Allerdings hat der Ausflug Energien gekostet (Schotterstraße mit Felsbewuchs hin und retour). Wir jedoch – clever wie Smart – nutzen die Gelegenheit und schunkeln weiter. Unterwegs wird die Freya aussabochn. Aber das Wetter meint es nicht besonders gut und wir fliehen vor den Regenwolken ins nahe St. Bathans, wo seinerzeit ein Gespenst im örtlichen Hotel herumgespenstert sein soll. Wir erfahren, dass es immer noch da ist und bestellen einen Capuccino. Wir sind nicht nur clever, wir sind nicht nur hart, wir sind letztlich auch Hassardeure, die vor der größten Gefahr nicht zurückschrecken ... Tja, und wir fahren auch nicht weiter, bis wir nicht ein Schläfchen gehalten und uns den ungemein gefährlichen Blue Lake angesehen haben, den die Bergleut vor über hundert Jahren beim Goldwaschen ausgegraben haben :-) Dann ist’s aber genug mit Tapferkeit und Hassardeurismus: Wir checken in ein Hostel in Ranfurly ein und genießen unsere Courage und ein Filmchen im einigermaßen Warmen.
(hesheep)
Anmerkung shesheep: Eigentlich glaub ich ja, dass das Hassardismus heißt ... (muss ich aber sicher nicht wissn, bin ja nur Lektorin)
Hymne auf Freya – oder: die einzige Art einen a...kalten Abend erträglich zu machen

A...kalt, ja, das war’s. Zwei wahnsinnige Abendstunden war ich draußen – am Ufer des ebenso wahnsinnig schönen wie eisigen Poolburn Lakes. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ja über die Befindlichkeiten eines Seefisches schreiben, aber da mir nur kurz Zeit bleibt (sitze gerade in einem Waschsalon in Te Anau), beschränke ich mich wieder mal auf die Fakten: Bei ca. 2 Grad Außentemperatur hatten es jedenfalls die Fische im See wärmer als ich ... Nach – wie gesagt – zwei Stunden war es endlich soweit; ein kurzes Zucken und sie war dran. Ich war gerade dabei mir die schon erfrorenen Finger mit der Handsäge zu amputieren, da musste ich auch schon kurbeln und die eingeeiste Bremse nachjustieren. Für Uneingeweihte: Jede Rolle hat eine sogenannte Bremse, die man derarten einstellt, dass sich der gegebenfalls sehr große Fisch von selber Schnur von der Rolle holen kann ... Ja gut, gesagt, getan; und schon schnurrte das Schnurbehältnis, dass es eine Freude war :-) Meter auf Meter zog sie mir von der Spule und ich hatte einige Mühe – langsam und feinfühlig (so feinfühlig es eben mit nur drei Fingern an der Hand geht) – das gute Stück reinzuholen. Die großen Felsen am Strand machten eine Landung auch nicht gerade leichter, aber schließlich lag sie am Ufer und japste nach Wasser. Da wir aber auch diesmal wieder als Selbstversorger unterwegs sind, konnte ich den treuen Augen widerstehen und hab sie kurzerhand erschlagen ...
Typisierung: Bachforelle, weiblich, 51 cm, ca zweieinhalb kg (wir nennen sie „Freya“). Ich freu mich ...

Dass es in dieser Nacht wirklich saukalt ist, stört uns (oder vielleicht nur mich) nicht weiter. Im Gegenteil: Ich träum’ süß. Und in der folgenden Früh springt der Kazuki auch noch tadellos an. Was will man mehr?
Achtung: Dieser Text kann geringfügige Dramatisierungen enthalten.
(hesheep)
Cool, cool
Hallo zusammen. War ne kalte Woche, das. Brr. Tippfinger eingefroren. Schon gleich nach unserer Gipfelstürmung kam drunten am See der Sturm auf. Wir trotzdem – „Härte!“ – rein auf ein Vollbad nach dem Schweiße. Ein tolles Bio-Eis später (zu Recht genannt „orgasmic“) sind wir bereit zur Weiterfahrt, nehmen auf dem Weg nach Süden am Lake Dunstan einige irre Regenbögen mit und steuern ab Cromwell Richtung Osten, um nach den vielen Regens im legendär sonnenverbrannten Central Otago etwas Hitze und verdorrte Hügel mit verdorrtem Riesen-Stein-Zeug (wir glauben: Schiefer) zu genießen.

Ja, anders kam’s. Die Temperaturen etwa 20 Grad unter dem, was sie sein sollten. Nachts wohl um die 5 Grad, tagsüber nicht wesentlich über 10. Aber Fotostimmungen hat dieses Land ... big skies ... Wetters ... ferne Schauer, Hagel, Sonnen, dräuendes Gewölks ... ufff. Die Gegend ist übrigens jene, wo dazumal ein paar rohanesische Dörfer abgefackelt wurden.
(shesheep)



Ja, anders kam’s. Die Temperaturen etwa 20 Grad unter dem, was sie sein sollten. Nachts wohl um die 5 Grad, tagsüber nicht wesentlich über 10. Aber Fotostimmungen hat dieses Land ... big skies ... Wetters ... ferne Schauer, Hagel, Sonnen, dräuendes Gewölks ... ufff. Die Gegend ist übrigens jene, wo dazumal ein paar rohanesische Dörfer abgefackelt wurden.
(shesheep)


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