Es ist übrigens schon ganz nett warm, vor allem wenn man aus dem europäischen November kommt und meint, man sollte ein paar Lagen tragen. Die Sonne hat schon eine irre Kraft. Nur der Wind fällt noch etwas kühl aus, aber von Australien her ist eine Frühlings-Hitzewelle angekündigt – juhu!
Unser geschätztes Hostel „Verandahs“ hat ausgebaut: Wir sind im neuen Haus nebenan, einer historischen Villa aus dem Holz des Kauribaums, liebevollst renoviert, mit Veranda auf jedem Stockwerk und Blick in die Baumkronen eines Parks. Der erste Tag hat uns mit Sonne begrüßt und wir waren auf ausgiebigem Spaziergang auf der nahen Ponsonby Road, der immer schicker werdenden Bobo-Lokal- und Boutiquenmeile.
Heute gab’s viel Wind und viele schräge Sprühregen – ganz das Richtige zum drinnen bleiben, zumal Herr hesheep sein Näschen zu hoch in den Wind gestreckt hat und nun mit Seitenstrang darniederliegt. So können wir unser Zimmer in den drei Tagen bis Freitag ausgiebig genießen, uns erholen – und euch schreiben.
Jetlagmäßig sind wir diesmal die vollen Bringer: Am ersten Tag erst um 18 Uhr schlafen gegangen, statt zu Mittag. Kann natürlich an den ausgiebigen Schlafmöglichkeiten auf der Reise liegen.
(shesheep)
NACHTRAG: Unter Murphys Jurisdiktion

Ja, da waren ja schon noch ein paar Worte fällig:
Begonnen hat alles mit Wind über London. Der hat schon den Start in Wien verzögert. Der Flug selbst war auch nicht ohne und eine so schwankende Landung hab ich überhaupt noch nie erlebt. Wenn ganz knapp über dem Boden die Tragflügel noch einen meterhohen Seegang haben – freut man sich, dass man wenigstens beisammen ist. Uff.
Deshalb ließen sie auch nicht mehr viele starten, an dem Abend. Nur, dass man uns das nicht gesagt hat. Die Tafel sagt „please wait“, und wir warten. Zwei Stunden. Bis es halb zehn ist, und alles zuzusperren beginnt. In einer Air New Zealand Lounge finde ich noch wen, der mir erklärt, der Flug sei ja schon längst abgesagt und die Passagiere etwa 10 Minuten, bevor wir (nach einer Ehrenrunde durch den Einwanderungscheck) in der Transithalle ankamen, in ein Hotel verfrachtet worden. Super.
Hier übernachten? Wär hart, zumal Frau shesheep schon eine Schlaflose hinter sich hat, wegen der Turbulenzen der letzten Tage. Wir sind versichert, aber wie hoch? Kriegen wir mit der doofen Internetverbindung hier nicht raus. – Egal, wir gehen raus. Erfahren die Hotelpreise und wollen wieder rein. Ist natürlich jetzt alles zu. Hunger haben wir auch. Also zurück zum Schalter und ins „Holiday Inn“. Wenn dann der Shuttlebus jede andere elendige Absteige zuerst anfährt und selbst eine Sch...-Hoteltür erst beim dritten Anlauf aufgeht, weiß man, man hat einen Lauf.
Bis wir schlafen, ist es zwei Uhr morgens. Wann wir weiterfliegen, ist völlig unklar. Kann genau 24 Stunden danach sein, oder noch später – man denkt an die Filme, wo amerikanische Flughäfen zur Weihnachtszeit überquellen, wo Leute sich die Stöckel ins Knie rammen für einen Platz in einer Maschine. Werden wir Tage in dieser unglaublich trostlosen Flughafengegend verbringen?
Aber nein, nichts dergleichen. Air New Zealand hat auch das im Griff: Zeigen Sie einfach Ihre gestrige Bordkarte her und sie sind auf unserem 14-Uhr-Flug.
Machen wir. Als erste in der Schlange. Im Jenseits soll man’s ihnen vergelten, diesen lieben, netten Leuten.
(shesheep)
Infohappen
SEID IHR ALLE DA?

Sodalla. Wir hätten’s ja jetzt geschafft. Aber grade haben wir unser Gepäck durchgesehen und sind nicht sicher, ob alle von EUCH mitgekommen sind. Daher folgende voll interaktive, voll antörnende voll web2.0-Arbeitsaufgabe. Man würde nämlich nicht glauben, wie viele öde Wartestunden in diversen Transithallen, Gates und parfumverstunkenen Duty-free-Zonen man sich damit vertreiben kann, nach Filmtiteln mit Tiernamen darin zu suchen. Zum Beispiel (mein persönlicher Favourite, weil mit zwei Tiernamen): „Wer die Nachtigall stört“. Sophisticated, gell?!
Natürlich geht auch „Ein Hund namens Beethoven“ oder (Mama:) „Im weißen Rössl“ – also nachdenken lohnt sich!
Für euch nämlich, denn ihr sollt uns per Kommentar euren Tiernamenfilm posten. Das geht so:
1. Unter jedem Beitrag steht ja eine kleine Zeile, mit „0 Kommentare“ oder „1 Kommentar“ usw. Auf dieses „0 Kommentare“ geht man mit dem Zeigersymbol drauf und klickt ein Mal. Dadurch geht eine Ansicht auf, mit einem weißen Fenster „Kommentar veröffentlichen“. In das klickt man rein und schreibt seinen Film hinein.
2. Dann, WICHTIG: sagt ihr uns, wer ihr seid. Internet-Neulinge können ihren Namen gleich drunter ins weiße Fenster tippen. Andere wählen in der Auswahl darunter „Name/URL“ und geben ihren Namen an.
3. Dann, WICHTIG: Klickt ihr darunter auf „Kommentar erstellen“. Damit ist der Kommentar hineingestellt. (Mama: Um zum eigentlichen Blog zurückzukehren, am besten wieder neu einsteigen über die Favoritenleiste in der linken Spalte.) Im Blog erscheint in der kleinen Zeile „1 Kommentar“, wo vorher „0 Kommentare“ waren oder „2 Kommentare“, wo „1 Kommentar“ war usw. Durch Anklicken dieses Textes können wir den Kommentartext lesen, und ihr könnt nat. auch alle Kommentare von euch und anderen lesen.
UND: Wer uns einen Titel nennt, auf den wir selbst nicht gekommen sind, der gewinnt irgendwas. (Werden schon was zammklauben unterwegs.)
Llg
(shesheep)
Ankunft in Auckland

Mein Gott, es ist Frühling!
Nach 50 Reisestunden hirntot tritt man um 5 Uhr morgens aus der Flughafenhalle – und es zwitschert, und es riecht, und es blüht!
Und dass es nicht Wien, nicht London, nicht Hongkong, sondern Neuseeland ist, erkennt der Wiederholungsreisende daran, dass knapp 30 Meter weiter die Wiese mit den Picknicktischen beginnt. Und dass nach knapp eineinhalb suchenden Blicken links und rechts ein reizender älterer Herr herantritt und helfen will. Der da um 5 Uhr morgens vor der Flughafenhalle steht, hauptberuflich, für den Fall, dass Leute Fragen haben.
Wiederholungs-Bloglesende erkennen das Geseier: Hier sind alle lieb, hier ist alles gut.
Nur, dass wir es jetzt schon wissen. Die kleine Bangigkeit, ob auf einer zweiten Reise alles noch gleich thrilling sein kann – es gab sie. Bis Bäume neben der Schnellstraße die Frau shesheep zu Tränen rühren.
Na gut, potenziell zumindest. Und ja, na gut, so eine lange Reise zerrüttet schon ein wenig das Nervenkostüm (s. Foto unten). Trotzdem gibt es Grund zur Annahme, dass wo wir voriges Mal strahlend „he klasse“ gerufen haben, heuer Rotz und Wasser strömen.
(Di, 17.11.2009 shesheep)
Delay
Endlich. Nach nur 52 Stunden (!!!) unterwegs haben wir es geschafft. Eine Zwangsübernachtung in London wegen Absage unseres Samstagflugs hat uns ein wenig delay verschafft. Aber gut. So hatten wir eben wieder mal mit unzureichenden Flughafenhotels in England zu tun ... Ohne Worte.
(Di, 17.11.2009 hesheep)
(Di, 17.11.2009 hesheep)
Abreise

Nach einer der stressigsten Wochen unserer Leben hatten wir Samstag vormittags endlich alles auf- und eingeräumt, gesaugt und den Boden geschrubbt, die teuren Sachen am Donnerstag schon nach OÖ gebracht, die billigen auf dem Dachboden verstaut, alles für die Zwischenmieter hergerichtet, Füße und Haare gewaschen, den Steuerberater informiert, Gold und Orangen ange- und Meinlaktien verkauft u.s.w.
Um eins gings dann los: Jede/r mit Tramperrucksack und dicker Tragtasche, ich zuätzlich noch mit einer Einmeterposterrolle für meine Angelruten. Und hopp. In 32 Stunden sind wir in Auckland. (Sa, 14.11.2009 hesheep)
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