
Nach schafsgeduldiger Schreib- und Zeichenstubenhockerei in der großen Stadt wollen wir wieder Wind in der Wolle spüren!
Wir heben ab am Samstag, 14.11. um 17.15 Uhr und landen in Auckland schlappe 30einhalb Stunden später.
Zurückkehren tun wir, wenn's die Götter im Paarhuferhimmel wollen, am Rosenmontag, 15.2. um 19.15 Uhr.
Was gibt's noch zu sagen? - Ach ja: dazwischen.

Dazwischen kaufen wir erst mal einen Van, der hoffentlich schon auf uns wartet. Dann entscheiden wir uns, ob wir uns als erste Weiße in den nebelverhangenen Te Urewera-Urwald im Osten der Nordinsel wagen oder in einem monströsen Kraftakt die volle, fünftägige Whanganui-Flusstour im Westen zu bepaddeln. Oder beides.

Außerdem haben wir uns zum Nikolo auf einer Farm im Norden der Südinsel angesagt, wo Herr hesheep, das ist der männliche Teil dieser Reise, eine Menge Forellen aus dem Bach zu ziehen und Frau shesheep (wer das ist, kann sich die geneigte LeserIn jetzt aus dem Zusammenhang erschließen) eine Menge Runden auf Pferderücken zu drehen gedenkt.
Am 24.12. sitzen wir abends in der Anapai Bay, auch im Norden der Südinsel, einer Bucht von der Größe für an die sechs Zelte, drei Tage muskelstählender Wanderung am Abel Tasman Track in den Beinen (die Höhendifferenz muss mindestens dreihundert Meter betragen, der Wechsel zwischen türkis-belecktem Strand und tropischen Wäldern strengt auch ungemein an). Da sitzen wir dann vor unserem Zelt, beklagen uns über den warmen Wein und an die 10 Nebenmenschen.

Dann sind schwerpunktmäßig das Hochland im Zentrum der Südinsel geplant und das Fjordland ganz im Südwesten.
Aber so long träumen wir mal von schier unendlichen Weidenweiten ...