Impressionen - wie der Romantiker sagt


Lake Sowieso zwischen Fox und Knight's Point: Auch andere nehmen die gewisse Nässe mit Humor - und Bier.


Nach starken Regenfällen gesellen sich die verstorbenen Geister der lebenden Bäumen zu denselben. Sicher.


Tierqual: Im Orte Haast müssen Haustiere unter dem Tina-Turner-, Limahl- und ähnlichen Wahnen ihrer Halter leiden.

Ad Kommentar zu "Charm charm charm"

Ja, natürlich sind das Klauen, also wirklich! Freut uns massively, dass da alphabetisierte Schafe mitlesen und -blöken. Wir grüßen die große Stadt!

Spitzen-Sport

„Jah! Jah! Jah! Quel Leistung!“ (Auszug aus dem Sieges(schafs)geheul; nämlich des mittwöchigen Sieges über Roy’s Peak, hoch über dem Lake Wanaka. Nämlich wirklich hoch. Nämlich ganze 1200 selbst erklommene Höhenmeter. Man stelle sich das vor ...
Absolut liegt der Gipfel 1578 m hoch, und die Aussicht entspricht.
Gut, dass wir die Stelle über die Höhendifferenz in den „Great Day Walks“ vorm Losgehen irgendwie überlesen haben. Erst am nächsten Tag haben wir die volle Größe unserer Leistung erkannt ... Im Buch stand 5-einhalb bis 7 Stunden für rauf plus runter. Wir Alpenkinder natürlich wieder nur 5 Stunden gebraucht ... Aber Schluss mit der Bescheidenheit ...
(shesheep)

mini fish, maxi finish

Ganz schön kalt wird’s in dieser Nacht am Knight’s Point. Wer mal zwischendrin aufwacht, macht einen Probestart, wird vereinbart. So geschehen und gut gegangen. Auch morgens springt er an. Guttgutt. War sicher nur eine temporäre Schwäche, braucht gar keine Werkstatt ...
Weiter nach Haast. Hier treffen wir das Infocenter mal geöffnet an, sehen uns einen Landschaftsfilm an (nett genug) und kaufen uns um die letzten baren Dollars (kein Bankomat seit Franz Josef – womit hätten wir in der hiesigen Werkstatt also auch bezahlen sollen) einen Whitebait-Omelett-Imbiss. (Whitebait ist ein Mini-Fisch, um den hier viel Gewese gemacht wird, den wir aber noch nie so richtig bewusst gekostet haben.)
Die Haast-Region ist ein großes Desiderat, übriggeblieben von der letzten Reise. Dort sind wir ja von Fox bis runter nach Wanaka im Regen gefahren, wissend, dass da draußen grandiose Berge und alles liegt, aber Sicht etwa 50 Meter weit. Heut sieht der Himmel zwar auch zweifelhaft aus, aber das große So-what bringt wieder die große ausgleichende Gerechtigkeit ins Spiel und wir verbringen den ganzen Tag bei Sonne, zu Mini-Walks aus dem Auto hüpfend, zig spektakuläre Wasserfälle bestaunend (kurz nach großem Regen sind sie natürlich am schönsten!) und besteigen als Höhepunkt den Aussichtspunkt am Haast-Pass selbst, einen Spitzen-Rundum-Ausblick erntend.
Im Abendlicht passieren wir den Lake Wanaka, umgeben von schnee- und nicht schneebedeckten Bergen. Auf der Suche nach dem nationalpark-namen-gebenden Mount Aspiring lichten wir zur Sicherheit alle Gipfel mehrfach ab.
Sattsam zufrieden und rechtschaffen müde schmausen wir auf einem Campingplatz am Ufer des Lake Hawea und betten uns auf der anderen Seeseite (für einen eventuellen Sonnenaufgang morgen).
(shesheep)

Der nächste Tag (5.1.) in Wanaka ist Genuss der Zivilisation: Einkaufen, tanken, Wäsche waschen, mal die Füße lang machen, Café-sitzen, Mails checken ... herrlich! Wanaka, so erzählt uns ein lokaler DJ, ist bekannt dafür, dass die Regenvorhersagen nie eintreffen. Hier sind wir richtig!
Für morgen, falls wirklich der eine Millimeter Regen nicht kommt, ist wieder eine Wanderung aus den „Great Day Walks“ geplant.
(shesheep)

Gerechtigkeit rules

Und ja – natürlich kommt auch für diesen Regenmarathontag, an dem wir tapfer Nerven und Laune bewahrt haben, das entsprechende Zuckerl. Spät, gegen halb zehn, taucht am Horizont ein leuchtgelber Streifen auf, unter dicker Wolkendecke. Wir halten aufs Meer zu, hoffend, dass das Licht aushält. Beim Aussichtspunkt Knight’s Point treffen wir auf die unglaublichste Abendstimmung ever. Ein fetter dunkler Wolkenstreifen überzieht den Himmel waagrecht. Darunter mit scharfer Kante der helle Streif, orange mittlerweile, und dazu eine Steilklippenbucht mit vorgelagerten Felsen. Am Horizont spielen sich alle Arten von Sinnestäuschungen ab, als wär da Land, was Wolke ist, oder eine Halbinsel, die schräg in den Himmel steht ... Oh lá lá. Oder: Quel day, wie der Finne sagt.
(shesheep)

Nature rules

Und Mann, welche Bescherung: Katastrophengeil fotografieren wir uns an hyper-reißenden Flüssen (die grad halt nicht die Brücken mitnehmen, über die wir fahren), abgebrochenen (nun notgeschotterten) Straßenstücken, Erdrutschen, Steinschlägen und dergleichen ab – einfach froh, wieder Meter machen zu können.
Eine neue Dimension an diesem Land tut sich auf. Die Natur ist nicht in dem Maß in den Griff zu kriegen, wie wir das zu Hause kennen. Straßen haben keinen Anspruch auf Permanenz. Nicht umsonst gibt es die fixe Einrichtung von Schildern, die über Straßensperren Bescheid geben. Regen ist keine bloße Lästigkeit (wie vor zwei Jahren angenommen), sondern eine Naturgewalt. Und mit dieser Naturgewalt lebt man eben. Und richtet sich danach.
(shesheep)

Königreich für ein Dach

Na gut, wir parken – bei weiterhinnem Regen (während auch unsere Gletscherzufahrtsstraße von heute morgen gesperrt wird) am asphaltierten Parkplatz mitten im Ort (hier kann’s uns ja wohl nicht wegspülen!). Nach mittlerweile fünf Stunden ist das Trommeln am Autodach (10–20 cm über Kopf) gar nicht mehr so gemütlich. In der Tat würde sich derartiges sogar ideal für einen kleinen psychotischen Anfall eignen. Na, drehen wir noch eine Runde durch den Ort – und sieh’ an: Am Ortseingang steht das Info-Center der Naturschutzbehörde DOC, zwar geschlossen – aber mit großzügigem Vordach – juche! Da stellen wir uns drunter! (An den Aushängen erfahren wir außerdem von der Starkregenwarnung für den heutigen Tag mit Höhepunkt am späten Vormittag. Soso.)
Welch Erleichterung. Allein sich wieder rund ums Auto bewegen zu können, motiviert uns zum Großreinemachen/Aufräumen des Vans. Hinter uns hat schon ein Wohnmobil den praktischen Platz zum Unterstellen genutzt. (Abgeblich haben sie ein leckes Dach – glaubt ihnen doch keiner!) Es handelt sich um zwei deutsche Pensis, die die Südinsel abzockeln, weil ihre Kinder jetzt groß sind. Der Tratsch ist nett genug. Sie laden uns ein zu einem netten viersamen Abend und wir versprechen ein Fläschchen Wein mitzunehmen. Ein nudeliges Abendessen nehmen wir wohlgelaunt auf den Stufen picknickend – und sieh’ an: Es hört auf zu regnen. Es klart auf! Es wird sogar Fotowetter, mit dieser wahnsinnigen Post-Regen-Klarheit zwischen hübschen Wolkenfetzen und allem!
Ein kleiner Spaziergang Richtung Digitalanzeige und die Befragung eines Autorfahrers bestätigt: Die Straße ist wieder offen. Dann weitergefahren, Einladung hin oder her! Halb neun ist’s, aber bis Haast können wir heut’ noch kommen.
(shesheep)

Die gewisse Nässe III

Schlafparken tun wir (sicherheitshalber) nah an der Hauptstraße, wo’s zum Gletscher reingeht. (hesheep: Mittlerweile ham wir ein teures Starterkabel nachgekauft). Und sieh’ an: Es regnet in der Nacht. Es regnet am Morgen, und zwar nicht ohne. Leicht nervös starten wir probe – aber Kazuki schafft es. Braver Junge. Es regnet aber auch während des folgenden Frühstücks, und zwar Scheibenwischer-Stufe drei plus. An Weiterfahrt ist nicht zu denken, zumindest nicht über 20 km/h. Aber wir haben ja Zeit und sind launemäßig noch aufgetankt von gestern. Erst gegen Mittag zuckeln wir in den Ort. Im Kaufhaus hört man, es solle bald nachlassen. Na gut, dann warten wir das mal ab und feiern Kazukis Kraft mit einer Pizza (lecker!) im Café. Es hat noch dazu einen Warmwasserhahn auf seiner Toilette, was die Befüllung einer Zweiliterflasche für ein anschließendes heißes Fußbad im Van nahelegt. Ahh!
Danach wollen wir die Weiterfahrt in Angriff nehmen, doch Mist: Grad wo wir den Ort verlassen, vorbei an dem Schild mit der Warn-Digitalanzeige „Surface Flooding“, da kommt uns ein 4WD-Pickup entgegen (tropfnasser Hund auf der Ladefläche, typisch), der grummelige Fahrer kurbelt runter, mustert unsern Kazuki abschätzig von oben bis unten und meint, die Straßenüberflutungen seien ganz sicher „too high for YOU“. Mist. Haben wir uns SCHON WIEDER im Regen so lang versessen, dass wir festsitzen! Das gibt’s doch nicht. Wir überqueren die Brücke mit reißendem Fluss und kehren dahinter gleich wieder um. Wenig später erscheint auf der Digitalanzeige: „Road closed.“
(shesheep)

Auf die gewisse Nässe folgt Sonnenschein - immer!

Vorbemerkung: Hier folgt ein sehr sehr sehr langer Bericht shesheeps, ganz gegen hesheeps Ansicht, dass wir eh zu viel schreiben. Sorry, aber es muss sein.

O.k., Franz Josef: Unter deinen geschätzten 173 Einwohnern gibt’s tatsächlich einen Mechaniker, aber der macht samstags Lenz und ist zwischen den Wracks auf seinem Anwesen nirgends zu erspähen. Na dann tun wir mal, als ob nix wär’ (grad läuft er ja, hollodero) und machen Gletscher-Sightseeing. Nicht zum ersten Mal, aber diesmal mit mehr von den Spaziergängen rundherum. Wir entdecken einen sehr feinen kleinen See mit Gletscherspiegelung, einen stahlgrauen, irre wilden Fluss mit Eisbrocken drin und Hängebrücke drüber, der Wald ist spitzzze – und sieh’ an: Zwischen den Wipfeln wird der Himmel blau und bläuer, und wir happy und happier. Im Freien angelangt beginnt ein beinah’ hysterisiert-begeistertes Fotowettrennen mit ungefähr 93 Schnappschüssen von Berg, Gletscher, Wald, jeweils vor blauem Himmel.

Man wird ja so dankbar. Oder anders gesagt (kleine Lebenslektionen, Nr. 2): So Reisen sind doch gerecht. Also wenn’s grad so richtig Sch... ist, dann kann man sich eigentlich schon auf das Ausgleichs-Zuckerl danach freuen. (Verdacht: Womöglich gilt das nicht mal nur für Reisen ...)
Jedenfalls hat Franz Josef sein einstmaliges Unrecht vollstens wiedergutgemacht.
Grad wollen wir, nach dem Abendessen, noch einen 45-Minüter mit guten Ausblicken machen, da fällt uns ein: Heute könnte die Chance sein, dem zweiten, noch berühmteren Foto von den Südalpen nachzujagen: dem vom Lake Matheson, wo sich die weißen Gipfel drin spiegeln. Sind nur 20 Kilometer – also los geht’s.
Aber die 20 machen’s offenbar aus. Hier im zweiten Gletscherdorf Fox ist es zwar auch heiter, aber der Blick auf die Alpengipfel ist großteils verwölkt. Doch für Trübsinn sind wir zu gut drauf. Im superfeinen Matheson-Café sitzt sich’s trotzdem gut und die bisweilen für Minuten auftauchenden Bergspitzenzentimeter zu interpretieren, ist auch spannend. Überdies trösten wir uns mit zwei bisher ungekannten Biersorten und machen auch hier Gletscher-Sightseeing. Den Fox-Gletscher umgeben statt lieblichem Tal senkrechte, schwarze, kahle Felsmauern – irre impressiv. (Ob wir hier letztes Mal schon waren, können wir allerdings tatsächlich nicht beschwören. Peinlich.)
(shesheep)

Die gewisse Nässe II

Die Nacht ward rau. Erst regnet es, dann windet es, dann watscht der Sturm den armen Kazuki von allen Seiten derart mit Regen ab, dass wir bloß froh sind, zwischen etwa autohohen Sträuchern auf der Ebenen zu stehen. (Die Unwetterwarnung erreicht uns dann am nächsten Tag.) Immerhin kann uns also nix drauffallen, wir können nirgendshin gespült oder geweht werden. Ums Eck (bzw. um den Busch) freun sich noch zwei andere – soweit man sich, schlaflos durch Naturlärm, freuen kann.
Das dicke Ende kommt aber erst nächstentags; beim Anstarten. Will sagen, beim Anstartversuch. Zu kalt gewesen? Zu nass gewesen? Tja. Wir nehmen’s mal gemütlich und machen Frühstück. Nebenan kommt man auch langsam auf die Beine. Herr Schaf wagt, das Mädel anzusprechen und sogleich rüttelt es seinen Freund aus dem Schlaf. Der scheint was von der Sache zu verstehen: Also die Batterie klingt eigentlich nicht schlecht. Mal sehen, ob Benzin in den Motor kommt: Schlauch abgeschraubt – anstarten, bitte – ja, kommt. Und Zündung? Richtiges Teil neben Metall gehalten – ja, zündet. Wir sind beeindruckt, machen unserem Helfer Komplimente und ein bisschen Konversation. Wo sie her sind? – Ja, da vom Lake Brunner.
Eben jenem Lake Brunner, wo die Jugendlichen wie angestochene Hornissen Schotterkurven schneiden. Ja, Gott sei’s gedankt, dass sie sich dort mit Autos beschäftigen. Kleine Lebenslektionen, die erste (hier).
Zurück bleibt unser Anlasserrätsel. Vielleicht ist durch unsere Startversuche ja doch die Batterie jetzt um das Eitzerl zu schwach. Aber Starterkabel hat er leider keine dabei. (Ich will ja jetzt nicht sagen, dass ich dem Herren-Chefautolenker-Schaf in Greymouth die 5-Euro-Starterkabel schon unter die Nase gehalten habe. Unter eben jene Nase, die er dann leicht erhöht hat, um zu meinen: „Das passiert uns eh nicht mehr.“ ... Nein, das will ich jetzt nicht.) Stattdessen wird das nächste wandernde Paar aufgehalten, ebenfalls Neuseeländer auf Urlaub, das (seinem etwas weiter fortgeschrittenen Alter entsprechend) wiederum Starterkabel besitzt. Und mit einigen Versuchen klappt es dann auch. Uff. Nun aber gleich auf nach Franz Josef (dem unselig verregneten Weihnachts-Gletscherdorf von vor zwei Jahren), schauen, ob’s da eine Werkstatt gibt, die unserm Kazuki mal Herz und Nieren ausspäht. (So geht übrigens die damenschäflich geplante Okarito-Campingplatz-Dusche den Bach runter. Ja, jeder bringt seine Opfer.)
(shesheep)

Vorzeichen des Unnnheils!

Ein netter 30-Minüter zu einem Aussichtspunkt beschließt den Tag – friedlich, obwohl die Alpen in dicke Wolken gehüllt bleiben. Aber gut, bedenkt man, dass das hier die einzigen Berge zwischen Australien und Südamerika sind, an denen sich fleißig über dem Ozean aufgetümmelte Wolken verfangen können, dann bleiben wohl recht wenige Tage im Jahr, an denen man solche Postkartenfotos schießen kann. Trotzdem ist es ganz toll still um neun am Abend über dem Wald und man hört sogar ein paar Kiwis pfeifen! (Ein ganzer Trupp Touris ist zuvor einigen Guides von unserem etwas abgelegenen Parkplatz in eben diesen Wald gefolgt, zum Kiwi-Spotting. Einige mit Regenschirmen gerüstet – ach, hätten wir es uns doch ein Omen sein lassen! Hätten wir gewusst ...!!!)
(shesheep)

See-Sand-Fliegen


Happy New Year. Frau Schaf begrüßt das neue mit Körperpflege, etwa einem Fußbad im morgen-, ja neujahrsfrischen Brandungsschaum. (Hatten wir uns doch mal vorgenommen: Kein Neujahr ohne Strandspaziergang!)
Und weiter nach Süden: auf in die schönste Pampa der Insel. Nächste Station ist das Vogelparadies Okarito, eine große Lagune, über der bei gutem Wetter die weißen Spitzen der Südalpen glorios über den Regenwald scheinen. (Postkartenfotos sehen ziiiemlich gut aus.) Letztes Mal hat’s hier so entmutigend geregnet, dass wir uns den Abstecher an die Küste gespart haben. Diesmal gibt’s Hoffnung.
Allerdings hat der Sekt seine Spuren hinterlassen: Wir sind müd, es ist schwül und wir brauchen erst mal Rast (schon wieder). Und – wie wir mittlerweile gelernt haben: Still stehende Gewässer finden die Sandfliegen ganz ganz toll. Da sind sie quietschfidel. Nach einer Runde Schlaf studieren wir das Wissenswerte zu diesem Ökosystem auf Freilufttafeln, fleißig unsere Schenkel klopfend, um die Biester in Schach zu halten. In der Tat: Was wir auf der Plattform dieses hübschen Bootshauses aufführen, würde aussehen wie Schuhplatteln, wenn wir uns nicht auch hin und wieder auf Gesicht und Ohren schlagen müssten (oder ist das eh auch Teil des Brauchs?). Unser mitgebrachtes „Anti-Brumm“ (Frau Melicopter erinnert sich an einen Abend im Augarten ...?) hilft zwar schon, aber eher nicht allzu lang.
(shesheep)

Prosit


Silvester: All right, back to town, geben wir Greymouth noch eine Chance. Und sieh’ an: Am Nordspitzel der Stadt gibt’s einen schönen Strand, am Weg zum Point Elizabeth. Hier folgt eine Nachmittagsrast (vormittags haben wir noch einen Lake-Brunner-Berg mit schönem Wald bezwungen!) und hier können wir heut auch nächtigen! Ausgeruht gibt’s ein lecker Altjahrsmahl (Herr Schaf: Mönchsfisch (jam!), Frau Schaf: Krabben in Barbecue-Sauce (auch jam – echt!)) im stilvollen Hotel der Speights-Brauerei.
Am Railway-Hotel nebenan wird dann unauffällig vorbeigeschlendert – und sieh’ an: Die Beachparty findet direkt zwischen dem Pooltisch und der Sportwettentheke statt – auf Estrich. Mit etwa 3–5 BesucherInnen um 22 Uhr (je nachdem, wie viele Kellnerinnen darunter waren). Was den Beach zum Beach macht, sind an die 13 bunte Luftballons. Da kommt uns doch das Kichern.
Dann an unsern Strand – selbst ist das Touri-Paar – Sektchen frisch aus der Kühltasche, punktgenaue Vorhersagen fürs nächste Jahr und den Silvesterfilm, der uns nie enttäuscht (für alle, die’s nicht wissen: „Midnight Run“ mit Robert de Niro und Charles Grodin). Happy New Year!
(shesheep)

Raus aus dem Regen, rein ins Land

Weiter geht’s nach Süden: Greymouth und Silvesterpläne stehen an. Auf dem Weg nehmen wir erneut die hübschen Pfannkuchenfelsen von Punakaiki mit, aber – gähn ;-) derlei Naturschönheiten kennt man ja schon. Immer wieder schön dagegen die wüllde Brandung hier, und das wüllde Wetter tut seiniges dazu. Grau, aber wow!
A propos grau: Greymouth ist noch viel weniger der Heuler. Die anvisierten Miniwanderungen sind unauffindbar und überhaupt ist hier alles schiach. Das Wetter vera...t uns auch schon wieder: Zwar scheint die Sonne, aber der Wind ist so stressig, dass man erst wieder nicht im Freien essen kann. Der Kirchparkplatz der Church of Christ muss es büßen. Heute ist der 30.12. Was mach’ ma? Südwärts folgt hier Pampa und dahinter noch mehr Pampa. Wir brauchen einen Tapetenwechsel, denn hier ist schon zwei Tage alles mühsam. Na gut, dann ins Landesinnere, zum Lake Brunner (obwohl da drin die Wolken dräuen). Und morgen wieder her, weil „Silvester-Beachparty“ im Railways-Hotel. (Treue Leserschaft wird sich erinnern, wie indigniert man letztes Mal von der Silvester-Chose in Invercargill war: Straßenfest mit einer Band und an die 30 BesucherInnen unter 13 und über 60 Jahren. Das will man diesmal besser treffen.)
(shesheep)

Gute Entscheidung! Der Anblick des wildromantisch-grau-aufgepeitschten Sees hinter zerfetzten Baumresten haut uns um. Man staunt, sich nicht entscheiden könnend zwischen Tristezza und Faszinosum. Zwei Waldspaziergänge, ein Fischzug und eine Abendrotstudie später geht’s dann richtig gut. Nur über die hiesige heutige Jugend muss man sich – nicht ärgern, aber wundern (oder doch ein bisschen ärgern): Just auf unserem Parkplatz müssen sie mit allem, was ihre frisierten Autos aller Art hergeben, den Schotter pflügen. Heuul!
(shesheep)

Die gewisse Nässe


Dann wird’s dramatisch: Nach einigen Stunden im nun doch aufgefundenen Café des Ortes (Toilette hat es übrigens keine, man überquert die waagrecht beregnete Hauptstraße zum öffentlichen Klo – grins) lässt der Regen nicht wirklich nach, stattdessen hört man, die Straße (diejenige zurück in die Zivilisation nämlich) sei teilüberflutet. Na bravo. Hamma uns selbst festgesessen hier. Aber es kommen Autos rein und eine weitere Stunde später fassen wir Mut und fahren los. Und tatsächlich: An einer Senke steht das Wasser etwa knietief. Ein leuchtorange-bejackter Ordner weist uns an (haben wir alles auf Video): ganz rechts und langsam. Zum Glück ist Frau Schaf mit Filmen beschäftigt, sonst hätte sie am Ende bemerkt wie Herr Schaf seine Gatte netzt, weil wir ein Sekündchen lang frei schwimmen ...
Oh là là; wie der Däne sagt.
(shesheep)

Das Gefasel über meine Gatte lass ich mal unkommentiert :-)
(hesheep)