Königreich für ein Dach

Na gut, wir parken – bei weiterhinnem Regen (während auch unsere Gletscherzufahrtsstraße von heute morgen gesperrt wird) am asphaltierten Parkplatz mitten im Ort (hier kann’s uns ja wohl nicht wegspülen!). Nach mittlerweile fünf Stunden ist das Trommeln am Autodach (10–20 cm über Kopf) gar nicht mehr so gemütlich. In der Tat würde sich derartiges sogar ideal für einen kleinen psychotischen Anfall eignen. Na, drehen wir noch eine Runde durch den Ort – und sieh’ an: Am Ortseingang steht das Info-Center der Naturschutzbehörde DOC, zwar geschlossen – aber mit großzügigem Vordach – juche! Da stellen wir uns drunter! (An den Aushängen erfahren wir außerdem von der Starkregenwarnung für den heutigen Tag mit Höhepunkt am späten Vormittag. Soso.)
Welch Erleichterung. Allein sich wieder rund ums Auto bewegen zu können, motiviert uns zum Großreinemachen/Aufräumen des Vans. Hinter uns hat schon ein Wohnmobil den praktischen Platz zum Unterstellen genutzt. (Abgeblich haben sie ein leckes Dach – glaubt ihnen doch keiner!) Es handelt sich um zwei deutsche Pensis, die die Südinsel abzockeln, weil ihre Kinder jetzt groß sind. Der Tratsch ist nett genug. Sie laden uns ein zu einem netten viersamen Abend und wir versprechen ein Fläschchen Wein mitzunehmen. Ein nudeliges Abendessen nehmen wir wohlgelaunt auf den Stufen picknickend – und sieh’ an: Es hört auf zu regnen. Es klart auf! Es wird sogar Fotowetter, mit dieser wahnsinnigen Post-Regen-Klarheit zwischen hübschen Wolkenfetzen und allem!
Ein kleiner Spaziergang Richtung Digitalanzeige und die Befragung eines Autorfahrers bestätigt: Die Straße ist wieder offen. Dann weitergefahren, Einladung hin oder her! Halb neun ist’s, aber bis Haast können wir heut’ noch kommen.
(shesheep)

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