Immer wieder ist es so eine Sache: Was Gern-Gehabtes loslassen. Da gibt’s zwar verschiedene Abstufungen in der Intensität, aber die Tatsache an sich bzw. der Vorgang an sich bleibt bestehen. Passiert bei der Fahrt nach Picton. Man lässt die Südinsel Revue passieren und erkennt, dass es diesmal doch einen unabgeschlossenen, noch dazu aus eigenem Verschulden unabgeschlossenen Task gibt: Aber ehrlich, wie blöd muss man sein, um auf einen Lachsfischzug nur zwei (2) lachstaugliche Köder mitzunehmen? Dieses Fragezeichen ist nur Staffage – es sollte eigentlich ein Rufzeichen sein! Und dann verliert man beide noch dazu am selben Stein. Unerreichbar im dahinbrausenden Gewässer nur knapp zwei Meter vom Ufer entfernt. Aber, was schreib ich da? Welcher Unfischer kann das schon nachempfinden? Was bleibt, ist jedenfalls Leere, die Nullität (nicht mit bekannter philosophischer Terminologie zu verwechseln), das unbestimmte Gefühl nah dran gewesen zu sein. Und nah dran war ich, denn mein Nebenmann, John aus der Nachbarschaft, hatte das Vergnügen. Das Vergnügen mit dem Fisch (ein 19-Pfünder, siehe Foto). Aber – was soll ich sagen – dann muss ich eben wieder kommen. Mein Riesenfisch wartet noch!
(hesheep)
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