Schwefelgelb, eisenrot und weiß-nicht-weiß

Sa, 30.1. Wir war’n am Tongariro! Juhu! Mit 3 Stunden Whitecliffs von gestern in den Beinen geht’s los: Shuttlebus zum Ausgangspunkt um 7 Uhr, gähn. Ingesamt geht’s 800 Meter rauf und 1200 Meter runter auf die andere Seite zum Endpunkt. Knapp 20 km oder fünfeinhalb bis siebeneinhalb Stunden. Wie erwähnt ist dieser Track sehr, sehr beliebt. Sprich wir marschieren als Horde im Gänsemarsch. Die erste Etappe gestaltet sich eher mühsam – über bzw. zwischen große/n Lavabrocken hindurch, die im Schatten liegen, während die junge Sonne schon die Augen blendet und dann kann man noch sein Tempo nicht selber wählen, weil man vorn und hinten eingeklemmt ist.
Aber es wird besser. Nach einem steileren Anstieg stehen wir (mit 50 anderen) grandios am Fuß des größten und schönsten Vulkankegels der Gegend, dem Ngauruhoe. Raufkraxeln werden wir trotz all unserer beneidenswerten Fitness heute mal nicht. Wärn noch 2 Stunden dazu.
Sieht alles sehr mondlandschaftig, grisu-mäßig aus, und nach Mordor natürlich auch. Die wahren Highlights stecken auf dem mittleren Streckenteil, denn hier kommen Farben ins schwarzgraue Spiel: der Red Crater, die türkis-und-schwefelgelben Emerald Lakes, der majestätische Blue Lake, der auch tapu (den Maori heilig) ist. Außerdem stinkt’s grandios, nach faulen Eiern.
Jenseits öffnet sich dann der Blick zum Tauposee, dem größten des Landes und dann geht’s runter durch Grasland und zuletzt Regenwald. Puh!
Man kann sagen, erst der Abstieg war die wahre Challenge. Weiter runter gehen als zuvor rauf, fühlt sich seltsam unrichtig an. Und es zaht sich ziemlich. Zuletzt haben wir’s in gut 5 Stunden reiner Gehzeit geschafft und fahren um 3 Uhr ab, gerade als der heutige Nachmittagsregen einsetzt. Sehr zufrieden, sehr happy.
(shesheep)




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