Tag Zwei

9.12.2009
Heute soll’s früh losgehen: Acht bis zwölf ist der Plan fürs Arbeiten – und dann schnell weg Richtung Stadt. Der Gemüsegarten muss noch von herumliegenden Holz- und Plastikstücken befreit werden. Und die erfolglose Ex-Heidelbeer-Anlage gehört abgebaut, sprich ausgerissen. Es handelt sich da um zwei etwa 20 Meter lange Plastikbahnen, die mittlerweile solid eingewachsen bzw. von riesenfetten Grasbüscheln durch- und überwachsen sind. Freudefreude.
Aber mit der Zeit entwickeln wir die richtige Technik und reißen meterweise nur so dahin. Fast noch blöder ist der Ex-Hasenabwehrzaun, ebenfalls eingewachsen, denn der reißt beim Ausreißen selbst und man muss ihn richtig rundum ausgraben wie die Disteln.
Von denletzteren finden wir auch noch eine Menge, auch hier entwickeln wir uns zu Experten. Zumal macht das Rumhüpfen und -stampfen auf der Mistgabel richtig Spaß. So smart, dass man sein Körpergewicht einsetzen kann, statt der Muskeln! Shesheep hängt sich nach links, rechts, vorn und hinten – vorzugsweise, bis sie hinterwärts erdet. Der Boden ist weich, überall machen sich die Regenwürmer davon. Spaßspaß!

Nun entdecken wir auch ein echtes Highlight der Wwoofer-Zone: die Dusch-Anlage. Ein Häuslein mit Wänden aus eng gebundenen Zweigen, transparentem Dach und kleinen runden Steinen als Boden. Neben der Duschtasse kommt der Farn raus, draußen heizt das Wasser solar in Schläuchen auf, in einem geschützten Plätzchen gibt’s noch Wasch- und Spülbecken mit Aussicht und einheizen kann man auch, wenn mal keine Sonne scheint. Nett! Und total natur-sauber.
Das WC ist ein Plumps, aber auch nett gemacht (und im Wwoof-Buch angekündigt), am Waldrand, mit Aussicht und nicht grauslich.

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