Die Farm

Nach einer weiteren guten Nacht am Fluss geht’s bei prallem Sonnenschein zur Farm. Spannendspannend. Man weiß nie, was man kriegt. Schon von der Zufahrt aus fällt uns eine Art heruntergekommener Wohnwagenpark auf, besser gesagt, zwei. Die da in der Gegend stehen, zwischen Bäumen, umgeben von Planen, Paletten, Teppichen und Plastikzeug. Hm.
Das Haus selbst liegt hölzern und wunderschön auf einem Sattel zwischen zwei Hügeln. Vorn und hinten sieht man in diverse Täler – nicht schlecht!
Halb zehn wäre eine gute Zeit, um aufzutauchen, meinen wir. Unser Host schläft noch. Ist erst nachts von Wellington zurückgekommen. Tjo.
Na gut, wir nehmen mal die „separate Lebenszone für Wwoofer“ (das sind wir) in Augenschein. Da geht’s einen veritablen Hügel rauf, oben steht ein uralter Planwagen. Daran schließt sich die zweite Wohnwagengruppe an. Wir sollen uns einen aussuchen, hieß es. Tjo. Hat alles schon bessere Zeiten gesehen. In einem gibt’s Ameisen, der zweite murchtelt, der dritte ist zugemüllt ... die Entscheidung ist leicht gefällt – wir bleiben im Van.
Zumal kommt uns das A) nicht so wahnsinnig gastfreundlich vor, die Wwoofer so weit abzusondern – wir sind schließlich zum Kennenlernen da – und B) auch etwas traurig, denn offensichtlich hat’s hier mal Granada gespielt vor lauter Wwoofern in insgesamt fünf Wohnwagen. Schade, dass außer uns niemand hier ist (war aber auch angekündigt). Nun haben die Mäuse das Regiment.
Aber das hat seine Gründe. Unser Gastgeber lebt mittlerweile allein (mit Sohn), ist chronisch krank und kann selbst nicht mehr zupacken.

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