Shoppen und Sterben - vor 100 Jahren

Es war eine kalte Nacht. Trotzdem gibt’s noch den Viertelstündermarsch zum zweiten, kleineren der Kaihoka-Lakes. Auch ganz hübsch. Bevor wir abfahren, hält der einzige vorbeikommende Wagen vor unserem Van und ein älterer Herr fragt uns nach der nächsten Umkehrmöglichkeit. Er ist mit Frau und Wohnwagen unterwegs. Beim Reden kommen wir dann drauf, dass er auch Österreicher und vor zehn Jahren nach NZL ausgewandert ist. Tja, die Welt ist klein. Und wir Ösis finden überall hin.
Aber, wie gesagt, es war eine kalte Nacht. Und jetzt ist mal eine Wärmestube fällig. Und leider – schon wieder – ein Hostel. Shesheep kämpft mit Halsweh, das der bewährte Rachenspray nicht mehr ganz klein kriegt.
In Collingwood werden wir fündig – allerdings ist es hier nicht ganz so gemütlich. Der an sich tolle Holzboden ist recht kühl und hören tut man jedes Wort vom benachbarten Aufenthaltsraum. Naja. Duschen kann man.
Weil sich das Wetter über Mittag etwas bessert, versuchen wir es noch mal: Fahren ins Aorere-Tal, wo es eine zweistündige Wanderung gibt, gleich hinter dem Geschäft, das alles verkauft, was man aus Possumhäuten machen kann: The Naked Possum. Der Gerber ist ein Deutscher. Als wir, im Shop unfündig, zur Wanderung aufbrechen wollen, beginnt es wieder zu regnen. Ächz. Na gut, dann zum historischen Langford-Store in Bainham, eine Wellblechhütte, die wirklich noch ganz nett den Flair der Jahrhundertwende in dieser Gegend erhalten hat, ohne zu viel Kitsch.
Dann retour nach Collingwood – es hört einfach nicht auf. Zwei Mini-Ortsmuseen und der historische Friedhof geben noch ein bisschen was her. Es folgt der Woody-Allen-Film mit meinem Lieblingszitat: „You know – it’s like anything else.“ und das war’s dann für heute. (shesheep; mit Einschüben von hesheep)

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