On dwellings and thistle-work

Unser erster Task ist aufräumen und putzen. Machen wir gern, um uns da oben etwas wohler zu fühlen. Trotzdem können wir nicht glauben, dass wir hier kochen sollen: In einem Wohnwagen mit vorgelagerter Plane, wo drinnen die Spinnen spinnen, wo alles mögliche Zeug herumliegt, das ganz offensichtlich schon lange keiner mehr in der Hand gehabt hat. Von uralten Eierschalen bis vertrockneten Maiskolben; mauszerfressene einzelne Socken; Pflanzschäufelchen; verrostete, doch originalgefüllte Früchtedosen; Riesenplanen; Teppichteile; Schaumstoff; Motorradhelm, innen zerfetzt; Kinderdreirradler aus den 60ern; verstaubte Kartons mit Gewürzen; Massen leerer Plastikbehälter. Sogar nur hier daneben zu parken fühlt sich ungemütlich an!
Ja, schnell mal drei Müllsäcke gefüllt und ein bisschen gekehrt, dann geht’s etwas besser. Der weitere Arbeitstag, sprich drei Stunden, gehört Obstbäumen (ausschneiden) und Baby-Disteln (mit Wurzel ausgraben). Aber vorher: baden! Die Hitze ist nicht ohne. Not without, wie das Herrenschaf sagt. Man empfiehlt uns eine Stelle am Fluss mit Gumpen – letztlich traut sich natürlich nur das bis aufs Bein abgehärtete Frauenschaf ganz rein. Herrlich!
Was wir dann von Distelwerk befreien, ist übrigens der Ex-Riesengemüsegarten für die große Ex-Arbeitschar hier. Was diese Arbeit pikant macht, ist nicht das gelegentliche, feine Stacheln; auch nicht die Schwere der Riesenscheren, die sie hier zum Grasschnitt verwenden (wer mit einer Sense umgehen kann, erntet anerkennende Blicke) – sondern ein unglaublich stinkendes Kuhfell, das strategisch zentral in einem Holzkobel vor sich hin rottet. (Zumindest behaupten sie, es sei nur eine Haut. Nach dem Geruch zu schließen steckt da noch die halbe Kuh darunter – und die Sonne heizt drauf.)
Der angsteinflößendste Auftrag des Tages ist, dieses Kuhfell umzudrehen (auf dass es umseitig trockne). „You may want to do that, before you leave ...“

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