On the road again. Und es ist heiß, mörderheiß. Aber wie singt schon Peter Licht so richtig: „Die Sonne kocht auch nur mit Wasser. Die soll sich nicht so aufspielen, die gelbe Sau. Und der Himalaja, da kann ich mich drüber aufregen, der alte A... . Sau.“ (Zitat aus: Lied gegen die Schwerkraft). Es gibt hier zwar keinen Himalaja aber die zurückliegenden Höhen waren ja auch nicht schlecht. Über Wairoa geht’s also weiter nach Napier. Dann vorbei am Cape Kidnappers mit seiner Gannet-Kolonie (siehe Hobbitsearcher-Blog von 2007). Hastings und Havelock North lassen wir ebenso links liegen wie das berühmte Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu, das gerade für die Darstellung in deinem Browser viel zu lang ist :)
Gerade richtig zur Essenszeit erreichen wir das Monckton Scenic Reserve in der Nähe von Onga Onga. Ein schönes, einsames Fleckchen, wo wir unsere Tomaten, Rindswürste und Camemberts genießen um dann im nahen Creekbächlein unsere von der Reise geschundenen Körper reinzuwaschen (Fotos hiervon wurden bereits von shesheep konfisziert).
Weiter geht’s Richtung Süden, an Wiesen und Weiden entlang, die vor lauter Schafen und Kühen aus allen Nähten platzen. In Dannyvirke (ortsein- und -ausgangs ein holzgeschnitzter Wikinger) schließlich nehmen wir auch schon wieder unser Abendessen: Angusrind-Steaksandwich. Ein Gedicht. So zart. So saftig. Und dazu handmade Fries. So cross. So handmade. Und natürlich ein Glas NZ-Bier. So kühl. So Dusel. Und wir können’s brauchen. Nur so überstehen wir den Abendbeginn am Ostende der Manawatu Gorge mit zwei Dutzend Mücken im Van. Kurzerhand ziehen wir um: Die Nacht verbringen wir doch lieber am Westende mit ohne Mücken. (hesheep)
Shesheep dazu: Obwohl am Westende der Schlucht eingekeilt zwischen Eisenbahn und Autobahn (beide nachtaktiv) ist gelsenfreier Einschlaf all das wert. Prekär wird’s allerdings zur Mitternacht, als ein fett dröhnender abgesägter Auspuff in unseren Parkplatz einfährt. Monströs röhrlnd im Bass, dabei hinterfotzig flach gebaut. Sich uns gegenüber aufstellt. Frontal. Provokant in unser Vanlein auf- und einblendet (der Vorhang hält stand, wenn auch mit Mühe). Den dreckig spotzenden Motor aufheulen lässt wie zum Duell. Frau shesheep erblasst, Herr hesheep versteckt seine blasenfunktionsgefährdende Panik unter schläfrigem Gegrummel. Die Situation spitzt sich zu ins Unerträgliche. Der Fremde starrt uns an. Kazuki zittert, aber er hält Stand. Hält stand. Hält stand. Nicht umsonst hat Frau shesheep in langwierig-liebevoller Handarbeit seine Abwehrkraft gestärkt, in Form von dunklenbraunen Satinvorhängen, teilweise doppelt genäht. Der andere blendet ab, heult ein letztes Mal entnervt auf und fährt weg.
(shesheep)
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