Wo gehobelt wird

Nach dem gemütlichen Indoor-Tag Mittwoch geht es am Donnerstag für Frau shesheep ran an den Hammer: Unser Automann hat nämlich schon begonnen, das Untergestell für unser Bett zu bauen und da musste ich natürlich meine Hilfe anbieten. Die er wider Erwarten nicht ausschlug.
Holt mich ab, fährt noch ein Auto inspizieren und lädt mich zum Mittagessen ein (!!). Das spielt sich folgendermaßen ab, dass er (ein End-Vierziger mit grauem Schnauzer und Abneigung gegen die Grünen) mir von frischem Meeresfisch vorschwärmt, in eine Vorstadt-Gewerbezone einfährt, durch bunte Plastikvorhänge ein neonbeleuchtetes Geschäft betritt, wo totes Tierzeug herumliegt. Dort grabscht er drei Monsterfische, steckt sie in einen Sack, marschiert zur Pudel, wo sie fachgerecht aufgeschnitten und auf die Grillplatte geklascht werden. Die Teller werden mit Fritten befüllt, oben drauf kommen die (wirklich lecker duftende) Tierteile – ein Hügel Zeug. Und ab damit ins Auto, Motor an und auf den Highway. Natürlich isst Ken während des Fahrens, Schaltens, Redens ... WiederholungsleserInnen kennen das. Abgestellt wird der Motor erst Feierabend.


Nicht ungern lässt er sich auch im Baumarkt mit mir sehen. Eine Holzplatte, eine Matratze, Stoff für Vorhänge und ab zum Haus seiner Mutter, wo vor der Garage eine Menge Werkzeug und Holz herumliegt, darin die unvermeidlichen zwei Oldtimer des Autofanatikers.
Aber er macht das ganz gut und dass er sich die Arbeit überhaupt antut (natürlich umsonst), ist ja total nett. Da hält man ein paar Machosprüche aus – während Herr hesheep höchst unmännlich im Hostelbett herumliegt, statt mich zu beschützen oder zumindest werktätig von Nutzen zu sein ...!

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